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Marabus!
Marabus!
© Pierre Grise Productions

Kritik: Marabus! (1999)


Mit bizarre Figuren und Begebenheiten steigen wir in die Geschichte ein, doch was anfangs noch reizvoll ist, wird später mühselig. Zu lange verhält die Kamera auf Einzelheiten und suggeriert uns die Bedeutsamkeit von eigentlich Nichtssagendem. Der Film lässt uns ungern an sich teilhaben, der Zuschauer hat Schwierigkeiten, sich mit der Hauptfigur Nicolas zu identifizieren. Seine Bemühungen und sein Scheitern lassen uns kalt. "Marabus" ist einzige Aneinanderreihung von kleinen Episoden, deren Sinn auch im Nachhinein nur selten offenbar wird. Das Ende wird unerträglich lang herausgezögert und auch das wirkt irgendwie nur halbgar. Dennoch entwickelt der Film bisweilen einen leichten, französischen Charme, wirkt allerdings immer unentschlossen. Einzige sympathische Figur ist ausgerechnet der alkoholabhängige Vater, der kaum mehr als drei Sätze sagt und am Ende des Films ein ebenso sauflustiges Äquivalent findet. Seine Geschichte bringt immer wieder ein wenig Licht in die fade Angelegenheit. Vielleicht liegt es auch daran, dass der Vater von Otar Iosseliani, dem Regisseur selbst verkörpert wird.
Dennoch: "Marabus/ Adieu, Plancher des Vaches" ist Gewinner des European Critic´s Award 1999 der FIPRESCI.





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