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Love and Basketball
Love and Basketball
© Kinowelt

Kritik: Love and Basketball (2000)


Die Erzählung vom Jugendlichen oder jungen Erwachsenen, der seinen Platz im Leben finden muss, gehört zu den klassischen Geschichten des Kinos. Erst jüngst lieferten „Billy Elliot“ sowie „Girlfight“ Beispiele für eine weitgehend gelungene Umsetzung eines solchen Stoffes ab. Die Funktion solcher Filme liegt dabei darin, die Probleme Heranwachsender fassbar zu machen. Durch das immerwährende Erzählen der gleichen Geschichten erhalten die Schwierigkeiten ein gewöhnlicheres Antlitz, man hat weniger Ängste, sich ihnen zu stellen. Die besten Filme dieser Art sind also so nah an der Realität, dass sie die Psychiater-Funktion ausüben können, und gleichzeitig so variierend, dass sie nicht langweilig werden. In diese Kategorie gehört „Love and Basketball“, da er über seine packende Inszenierung die Gefühle und Motivationen der beiden Hauptfiguren spürbar macht. Konflikte mit den Eltern sowie Annäherungsprobleme untereinander geben ein glaubwürdiges Bild der Jugendlichen ab. Da kann man auch verzeihen, dass das Drehbuch zu wenigen allzu einfachen Kniffen greift, wenn die Frau für ihre harte Spielweise kritisiert wird, während jeder Mann vermutlich zum gefeierten Star avancieren würde. Soplche simplen emotionalen Steuerungselemente für den Zuschauer, der nun für die junge Frau Partei ergreifen soll, hat „Love and Basketball“ eigentlich nicht nötig, da er auch ohne das genügend für seine Hauptfiguren einnimmt. Dem ansonsten klischeefreien Blick entsprechend verzichtet der Film glücklicherweise auf die Verlockung eines dramatischen Endes, das mit dem Holzhammer besiegeln würde, dass der Platz im Leben gefunden wurde. „Love and Basketball“ wirft einen erfrischenden Blick auf die alte Geschichte von den Heranwachsenden, die auf der Suche nach ihrem Lebensglück sind. Dabei nutzt er die populäre Sportart Basketball für ein komplexeres Portrait der jugendlichen Probleme. Gelungen.





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