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Der Schuh des Manitu
Der Schuh des Manitu
© Constantin Film

Kritik: Der Schuh des Manitu (2001)


Dies könnte die Komödie des Sommers 2001 werden. Nachdem Michael "Bully" Herbig mit "Erkan und Stefan" bereits das Agentengenre parodiert hat, wird jetzt in seinem zweiten Kinofilm der Western gnadenlos aufs Korn genommen. Herausgekommen ist eine herrliche Parodie, bei der kein Klischee ausgelassen wird. "Der Schuh des Manitu" hat alles was ein Western braucht: Blutsbrüder, finstere Ganoven, Saloons, eine Eisenbahnstrecke, Bardamen und natürlich eine Schatzkarte! Das alles wurde übrigens originalgetreu im "echten" wilden Westen Sergio Leones gedreht: in Spanien! Filmlegenden werden hier nicht beklaut, sondern ironisch zitiert. Das beginnt mit der Western-typischen Filmmusik. Auf der Bildebene wird perfekt der typische "Westernlook" hergestellt. Das alles geschieht jedoch nur, um es anschließend ironisch zu brechen. "Spiel mir das Lied vom Tod", "Zwei glorreiche Halunken" oder "Winnetou 1 – 3" sind nur einige der zitierten Filme. Die Genres werden teilweise auch recht wild vermischt. Dadurch kann beispielsweise auch der berühmteste Indianer zitiert werden: "Indianer Jones". Bei diesem Film kommt beinah jeder auf seine Kosten. Man muss weder Western- noch Bullyparadenfan sein um über diesen Film herzhaft lachen zu können. Nur völlig humorlosen Menschen sei hier abgeraten. Ein Tip zum Schluss: Die Kinobesucher die (zumeist mit gezückten Handys oder Zigaretten) fluchtartig beim ersten Wort des Abspanns den Saal verlassen, werden eine der lustigsten Szenen garantiert verpassen. Diejenigen die bis zum Schluss ausharren werden dagegen belohnt!





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