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Kritik: Cecil B. Demented (2000)


Namen wie "Duke of Puke" oder "Sultan of Sleaze" haften John Waters seit seinen frühen Tagen als waschechter Störenfried an, als er die ahnungslose Öffentlichkeit mit drastischen Werken wie "Pink Flamingos" beglückte. Seitdem sind nahezu drei Jahrzehnte ins Land gezogen und Waters ist in der Popkultur etabliert. Zwar bellt der heute 54jährige noch, doch seine gefälligen Attacken beißen nicht mehr (siehe "Pecker").
Ein Journalist nannte ihn einst "Cecil B. Demented", in Anspielung auf Hollywoods großen Epiker Cecil B. DeMille ("Die zehn Gebote"). Waters fand offenbar Gefallen daran. Er schickt Stephen Dorff als sein alter ego in den Kampf gegen die seelenlose Kommerzindustrie. Möglicherweise etwas spät in Zeiten der Postmoderne.
Das ruppige Äußere ist nur Pose: zwar überfällt die Besetzung voller Enthusiasmus Familienkinos oder eröffnet das Feuer auf das Set von "Forrest Gump: Gump Again". Mit der daraus resultierenden vergnüglichen Randale scheint sich Waters zu begnügen. Der Charme des lärmenden Punkrock ist sich selbst genug. Die Ausgangsidee birgt zwar kaum große Überraschungen. Neben einer Hommage an die Idole des Independent-Kinos (von Kenneth Anger bis Fassbinder) ist "Cecil B." Zeitvertreib mit rabiaten Parolen und milden Bildern.
Fazit: Genüßlich-gefällige Mischung aus Satire und Hommage an das Independent-Kino mit dem Charme des Punkrock.




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