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Sweet November - Eine Liebe im Herbst
Sweet November - Eine Liebe im Herbst
© Tobis Film

Kritik: Sweet November - Eine Liebe im Herbst (2001)


"Only Time" schmachtet Enya, wenn Hollywood beim drohenden Krebstod (wie originell) feige wegblickt, der am melodramatischen Ende dieser typischen Lovestory steht, wie sie nur aus den weltfremden Drehbuchstätten der sogenannten Traumfabrik purzeln. Als käme man mit etwas Inspiration nicht auf eine eigenständige Geschichte, nimmt sich Pat O'Connor ("Tanz in die Freiheit") auch noch den kaum bekannten "Adieu, geliebter November" von 1968 zum Vorbild. Nur wirkt die damals aktuelle Hippie-Protagonistin heute anachronistisch, selbst wenn Charlize Theron kunterbunte Klamotten trägt. Dabei ähnelt sie Meg Ryan aus jeder x-beliebigen Nora-Ephron-Komödie mehr, als eine standesgemäße Alternative. Keanu Reeves gerät als Yuppie ganz nach Mel Gibson in "Was Frauen wollen", abzüglich dessen Charme. Ganz auf Nummer sicher sind die Macher gegangen und haben einen der belanglosen Austauschplots bemüht, der einerseits nichts wagt, andererseits milde unterhält. Aus der anfänglich amüsanten, radikalen Ausstiegsstory aus dem G-8-Geschäftsleben schält sich eine unverbindliche Romanze, deren Ende allein noch auf das mutige Original hinweist. O'Connor bemüht zwar einige Postkartenansichten von San Francisco und lässt Theron Reeves nötigen (was ihr normalerweise eine Anzeige eingehandelt hätte), doch die üblichen Mechanismen sind viel zu leblos und teilnahmslos angewandt, dass das Unberechenbare fadenscheinig wird, die Poesie plan gerät und die Romantik zum Kitsch verkommt. Ob "Message in a Bottle" oder "Bounce" - nur der Titel unterscheidet solche Dutzendware.




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