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Kritik: Dungeons & Dragons (2000)


"Dungeons & Dragons" ist ein sehr simpler Kinderfilm, der völlig ungeniert und billig versucht, "Star Wars" zu imitieren: Die Kaiserin, eine Verteidigerin der Menschenrechte (Musik schwillt an ...) auf Plateauschuhen greift zum Mittel Krieg, wenn man ihr das Zepter abnehmen will - es passt farblich ja auch so schön zum Kleid. Der böse Gegner Profion ist ... der böse Gegner. Jeremy Irons wehrt sich standhaft, dieser albernen Figur Tiefe zu geben und verharrt mit Mimik und Gestik in einer schwer erträglichen Verweigerungshaltung. Der schurkische Gehilfe Damador schaut dauernd grimmig drein, weil ihm sein blauer Lippenstift nicht passt. Handlung zum Verreißen gibt es auch: Mit dem Zauberlehrling Marina wird erst ein Stein gesucht, mit dem man dann ein Tor öffnen kann, um dann wieder ... typisch Spieledramaturgie halt. Das ganze Produkt, das nur die begeisterten D&D-Spieler ins Kino locken soll, sieht noch schlechter aus als TV-Serien namens Xenia oder Herkules. Die Helden dieses "Abenteuers" (das wahre Abenteuer ist, in diesen Film zu gehen ...) sind US-Jugendliche, die es ins Mittelalter verschlagen hat, und die üblicherweise in dümmlichen Highschool-Filmen rum laufen. Die erbärmlichen Chargen sehen nur aus wie Schauspieler. Angesichts eines dramatischen Versagens auf breiter Front muss die Musik versuchen, verzweifelt laut auszuhelfen. Die Macher sind sehr stolz auf ihre digitalen Animationen der fantastischen Stadt und fahren immer wieder mit der Kamera Aufzug. Zu allem Übel wird auch noch US-Propaganda plump eingestreut. So erfahren wir, dass man manchmal ganze Städte platt bomben muss. Wer hier reingeht, muss ein ganz altes Rollenspiel mitmachen: Jetzt stelle mer uns mal janz dumm ...




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