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Kritik: Road Trip (2000)


Kein Zweifel, das angesagteste Filmgenre derzeit ist die Teenie- oder auch College-Komödie. Selten wurden pubertäre Initiationen im Kino so ausführlich gefeiert wie in den letzten Jahren. Seinen erfolgreichen Höhepunkt hatte der Stoff aus dem die erotischen Träume Minderjähriger sind, mit der Klamotte "American Pie" erfahren. Was die meisten dieser Filme eint, ist der unbedingte Wille zur Zote. Da macht auch Dreamworks’ Abstecher in die Welt von Sex, Drugs & Rock’n Roll keine Ausnahme, und bezieht folgerichtig sein Scherzpotential vor allem aus Gags, die schwerpunktmäßig auf Regionen unterhalb der Gürtellinie zielen. Und wie bereits in den einschlägigen Vorbildern ("Verrückt nach Mary" bzw. "Dumm und Dümmer") wird auch bei "Road Trip" die nach unten offene Ekelgrenze mehrmals erweitert. Aber all dies macht überhaupt nichts und geht voll in Ordnung, wenn das Ganze sich unterhaltsam präsentiert und spaßig rüberkommt. Und dies tut "Road Trip" sozusagen von Haus aus. Denn egal was Spielbergs Produktionsfirma anpackt, es hat immer Stil. So auch diese schräge Komödie, die sich doch eigentlich die Stillosigkeit auf die Fahnen geschrieben hat.
Josh, E.L., Rubin und Kyle sind ein quietsch-, um nicht zu sagen bumsfideles, Jungsquartett. Dem gemeinsamen College können sie nur mäßiges Interesse abgewinnen. Vielmehr gilt ihre konzentrierte Aufmerksamkeit dem anderen Geschlecht, dem Alkohol sowie sanften Drogen.
Seiner festen Freundin Tiffany schickt Josh allwöchendlich eine Liebeserklärung auf Video ins ferne Texas. Aber dann droht diese nette Geste eines schönen Tages eine Katastrophe auszulösen. Auf einer wilden Party läßt Josh sich nämlich mit der umtriebigen Beth ein. Auf deren besonderen Wunsch wird das muntere Liebesspiel gar gefilmt. Dummerweise werden dann aber am nächsten Tag zwei Tapes verwechselt. Mit der Post Richtung Austin geht nicht die regelmäßige Freundschaftskassette, sondern das heftige Sexvideo mit Josh in der männlichen Hauptrolle.
Eigentlich gibt es nur einen Weg, das drohenden Unheil aufzuhalten. Josh muß vor der Paketpost in Austin sein, um das fatale Video abzufangen. Für die knapp 2000 Meilen sind drei Tage Zeit. Die Kumpels machen mit, und somit setzt sich umgehend ein Wagen, ausgeliehen von Kyles Vater, Richtung Texas in Bewegung.
Unterwegs lassen die Vier in bester College-Tradition keine Gelegenheit aus, ordentlich auf die Kacke zu hauen. Auf der anderen Seite geht aber von Anfang an auch einiges schief. Und so wird aus dem flippigen Drei-Tage-Trip auch eine Fahrt in Unübersichtlichkeit und Chaos.
Natürlich ist "Road Trip" ein reiner Zielgruppenfilm, und die Spaßfülle entfaltet sich in ihrer Gänze wohl doch nur 14- bis 20jährigen. Immerhin ist nicht zu übersehen, dass das Ganze recht stimmig ist und nach etwas schleppendem Anfang auch Tempo, Pep und eine beachtliche Gagdichte hat. Dass dem so ist, liegt vermutlich nicht zuletzt daran, dass der Regisseur selbst noch zur Generation seines dauerpartyfeiernden Personals zählt.
Fazit: Für Jugendliche über 20 nur bedingt tauglich, für solche darunter durchaus amüsant.





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