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Kritik: Lebenszeichen- Proof of Life (2000)


Es gibt viele Gründe sich „Lebenszeichen – Proof of Life“ anzu-schauen, aber der erste ist Russell Crowe! Allein seine Anwesenheit ist Argument genug für einen Kinobesuch. Nach „Insider“ und „Gla-diator“ (jeweils Oscar-Nominiert!) mimt er nun in „Lebenszeichen“ ei-nen Spezialisten für Entführungen und Geiselnahmen. Dabei gelingt ihm hervorragend die differenzierte Darstellung eines vom Leben enttäuschten Helden.

An seiner Seite spielt, als Ehefrau des Entführungsopfers, Meg Ry-an. Haupsächlich bekannt als nettes Mädchen aus diversen Komödi-en, beeindruckt sie hier in einer dramatischen Rolle zwischen Hoff-nung und Verzweiflung. Zwei bessere Hauptdarsteller hätte Regis-seur Taylor Hackford nicht finden können.

Die Geschichte beginnt zunächst etwas zäh, der Re-gisseur nimmt sich hier genügend Zeit zur Einfüh-rung der Charaktere. Doch nach der Geiselnahme steigt die Spannungskurve fast unaufhörlich bis zum Schluss. Der Zuschauer gerät dermaßen in den Sog der Ge-schichte, das 135 Minuten wie im Flug verge-hen. Vor allem die Psy-choduelle zwischen dem Spe-zialisten und den Geiselnehmern zerren an den Ner-ven. Im Laufe der Zeit entwickelt sich der Film dabei vom Drama zum Psycho- und zuletzt zum Action-thriller.

Neben dem Regisseur und den Darstellern verdankt der Film seine Qualität vor allem zwei Männern: Ei-nerseits dem Kameramann Sla-womir Idziak („Gattaca“) und seinen phantastischen Bildern, ande-rerseits dem Komponisten Danny Elfmann („Sleepy Hollow“), dessen Musik es gelingt, sowohl die Spannung als auch die Action bis zum Siedepunkt zu steigern.





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