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Kritik: Sumo Bruno (2000)


Man kann bei diesem Film gar nicht umhin, mit den Begriffen „leicht“ und „schwer“ spielen zu wollen. Aber da das wahrscheinlich jeder tut und die Bild-Zeitung parallel zur Filmkritik einen Diät-Wettbewerb ausloben wird, sollte man versuchen, darauf zu verzichten.

Trotz seines wuchtigen Themas muss man den nie schwerfällig wirkenden Film loben. Denn Regisseur Lenard Fritz Krawinkel gelingt in seinem Film etwas Eindrucksvolles: „Echtes“, packendes, anrührend witziges deutsches Kino! Ohne bemüht zu wirken und ohne in den typisch deutschen krachledern-deftigen Humor zu verfallen, entwickelt er seine Außenseitergeschichte mit der notwendigen Portion Ruhe und Gelassenheit. Der Osten muss nicht immer rechts sein und DDR nicht notwendigerweise Thema eines jeden Films, der im Osten der Republik spielt. Dass da ein paar Handlungsstränge nicht aufgelöst werden und offensichtlich einige Szenen der Urfassung dem Schnitt zum Opfer fielen, ist dann auch nicht mehr so schlimm. Danken sollte man Krawinkel dafür, dass er der Versuchung nicht ganz erlegen ist, ein Hollywoodreifes Ende hinzulegen. Vielen Dank also.

Ach ja, und Julia Richter hat sich mit der Wahl dieses Films einen Gefallen getan (ganz anders als mit „Und das ist erst der Anfang“), Oliver Korittke ist sowieso fast immer gut und Hakan Orbeyi (Bruno) möchten wir unbedingt öfter sehen. Drücken wir ihm die Daumen, dass er seine nächsten Rollen mit Bedacht auswählt - es wäre eine Schande, wenn er als Dicker-vom-Dienst enden würde.

Reingehen! Ein wenig Luft ablassen, und danach beschwingt durchs Leben tänzeln...





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