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Das Versprechen
Das Versprechen
© Warner Bros.

Kritik: Das Versprechen (2000)


Gelegentlich verschlägt es den erfolgreichen Schauspieler Sean Penn hinter die Kamera - zuletzt vor sechs Jahren beim Rachedrama "Crossing Guard". Mit seinem Freund Jack Nicholson besetzte Penn nun auch seine dritte Regiearbeit, die Friedrich Dürrenmatts "Der Verdacht" von der Schweiz nach Nevada versetzt und mit den Konventionen des Krimigenres bricht. Freunde des unvergessenen Schwarzweißklassikers "Es geschah am hellichten Tag" mit Heinz Rühmann haben es dabei schwer. Penn interessiert sich nicht für den engmaschigen, verstörenden Plot des Originals von 1958. Eher behäbig folgt der Streifen seinem Helden und ergeht sich dabei in Nebensächlichkeiten und Alltagsbeschreibungen. Spannung steht nicht auf dem Programm. Dafür glänzt die sonst kaum nennenswerte Neuverfilmung mit höchst renommierten Darstellern, die aber leider oft nur Kurzauftritte absolvieren. So jagt sich ein nicht wieder zu erkennender Benicio del Toro ("Traffic") nach nur zwei Minuten auf der Leinwand pittoresk eine Kugel in den Kopf. Da ersetzt Penn dann die Subtilität durch spektakuläre Szenen - grausige Detailaufnahmen von der Kinderleiche etwa sollen den Moralreflex auslösen, belegen jedoch eher die konzeptionellen Defizite beim Bemühen, den anspruchsvollen Stoff in adäquate Bilder zu verpacken.





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