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Kritik: Memento (2000)


"Memento" ist ein originelles Kinorätsel, das man von hinten lösen muss - kein Film für Unaufmerksame also, die sich berieseln lassen möchten. Doch auch ein Kunstfilm ist "Memento" nicht, sondern in erster Linie eine "Murder-Mystery" - ein Puzzle-Spiel, das intellektuell dermaßen fordert, dass man den Film nach erster Sichtung gleich noch einmal sehen will. Kein Wunder also, dass "Memento" an den US-Kinokassen so erfolgreich war. Der von Christopher Nolan inszenierten Suche eines Mannes nach der Wirklichkeit fehlt die vertraute Thriller-Dramaturgie, denn es gibt keinen roten Handlungsfaden. Statt dessen sind wir ebenso verwirrt wie der auf Rache sinnende Held. Gewissheiten sind dabei Mangelware: Wer zunächst noch vertrauenswürdig scheint, entpuppt sich in der nächsten Rückblende als Schwindler. Und so fragt man sich bei "Memento" niemals, wie es weiter geht, sondern immer nur, wie es dazu kommen konnte. Was jedoch, wenn man sich darauf einlässt, ungeheuer spannend ist.





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