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Kritik: Jurassic Park 3 (2001)


Bei allen Ausflügen ins "ernsthafte" Filmschaffen (der jüngste Versuch "Artificial Intelligence" kommt am 13. September ins Kino), der Abenteuerfilm bleibt Spielbergs ureigenstes Genre. "Der weiße Hai" (hier nur der erste, mit den Fortsetzungen hatte Spielberg nicht das geringste zu tun), drei mal "Indiana Jones" (ein vierter ist in Vorbereitung, wieder, wie Nr. 3, mit Sean Connery) und bislang zwei mal "Jurassic Park" waren cinéastische Spielwiesen bei denen das Kind im Manne sich austoben durfte und konnte. Alle Filme waren unterhaltsames Popcornkino und wurden der vornehmen Aufgabe, zwei Stunden unbeschwert zu unterhalten, voll gerecht. Im Grunde genommen trifft dies auch auf den dritten "Jurassic Park" zu (den Spielberg nur noch produzierte), wenn auch mit einigen Abstrichen. So hat die Story diesmal nicht allzu viel Neues zu bieten. Acht Jahre ist es jetzt her, dass aus der fragwürdigen Touristen-Attraktion vor der Küste Costa Ricas, "Jurassic Park", mit seinen geklonten prähistorischen Kreaturen, ein Horrorszenario wurde. Mittlerweile hat sich der skeptische Wissenschaftler Dr. Grant auf die Laborforschung über die ausgestorbenen Riesenechsen zurück gezogen. Da die Gelder hierfür allerdings immer knapper werden, stimmt er widerwillig dem Vorschlag des wohlhabenden Abenteurers Paul Kirby zu, ihn und eine kleine Gruppe bei einem Überflug von Isla Sorna, der zweiten Dino-Insel, zu begleiten. Doch vor Ort entwickeln sich die Dinge völlig anders. Entgegen allen Absprachen landet das Flugzeug auf der verbotenen Insel. Schnell wird die Gruppe von genetisch erzeugten Dinosauriern überfallen und dezimiert. Schutzlos ist Dr. Grant einmal mehr den Riesenechsen ausgeliefert. Nun stellt sich auch heraus, dass der wahre Grund für die waghalsige Expedition eine Rettungsaktion für den verschwundenen Sohn der Kirbys ist. Die gestrandete Gruppe muss also nicht nur versuchen, Eric zu finden, sondern auch einen Weg erkunden, um lebend von der Insel herunter zu kommen. Dabei werden sie schnell von allerlei monströsem Getier attackiert, und es stellt sich heraus, dass der T-Rex keinesfalls der größte Gegner ist. Die reichlich dünne Handlung, der Film wurde und zwar sichtlich mühsam auf mickrige 85 Minuten gestreckt, dient lediglich als loser Rahmen für eine fraglos imposante Nummernrevue. Die ausufernden Actionsequenzen sind versiert choreographiert und rasant gefilmt und geschnitten. Die Kombination von digitaler Tricktechnik mit hausgroßen Realfiguren ist erneut schlicht atemberaubend. Und dass sich das dritte Dinoabenteuer gar nicht erst bemüht, sich mit einem pseudoökologischen Mäntelchen selbst zu rechtfertigen, ist fast schon sympathisch. Woran es mangelt ist vor allem Humor, obwohl der Running Gag mit dem Handy stimmig ist und Stil hat. Alles in allem bietet "Jurassic Park III" leidlich unterhaltsames Sommerkino, womit der Stoff nun aber auch ausgereizt ist.





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