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Kirsten Dunst in 'Ran an die Braut'
Kirsten Dunst in 'Ran an die Braut'
© Concorde

Kritik: Ran an die Braut (2000)


Der gnadenlose Beziehungsstopp seiner Sandkastenfreundin führt einen Highschool-Boy in ein Dilemma aus Frust, Bettelei und Blindheit für die Richtige - und fertig ist die Teenager-Liebeskomödie von der Stange, die aus der Feder von "Eine wie Keine"-Autor Lee Fleming stammt und die lange Liste der Zielgruppen-Sparkost um einen Eintrag erweitert. Fleming und Nachwuchs-Regisseur O'Haven sind indes bemüht, Déja-Vu-Effekte zu begrenzen. Das führt zu einem nur vermeintlich originellen Mix aus Herzschmerz, Slapstick, Toilettenhumor und den eigenen Geschmack herausfordernden Boygroup-Rapsongs, samt einer Einbettung von Shakespeares "Sommernachtstraum", die als schrilles Pop-Musical von der Theatergruppe einstudiert wird. Das gibt Martin Short Gelegenheit zur exzentrischen Performance als kapriziöser Schauspiellehrer, zielt aber in die gleiche Kerbe wie der abgedroschene, eintopfartige Stil des Films, dem keine Pointe zu niveaulos ist. Die bisweilen in ambitionierten Filmen glänzende Kirsten Dunst ("The Virgin Suicides") wird hier als Muse für ihr Aussehen bezahlt und wie einige nette Ideen weit unter Wert verkauft. Das liegt vor allem an der von ihrer Witzigkeit überzeugten Regie, die beim Versuch, intelligente Satire und Komödie mit "Verrückt nach Mary"-Touch zu sein und gleichzeitig William Shakespeare gerecht zu werden, schlicht überfordert ist und mitunter hanebüchen amateurhaftes Elend erzeugt.





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