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Kritik: Conamara (2000)


Ein schöner, bewegender Film ist Regisseur Eoin Moore da gelungen, und nicht
nur Irland-Fans sollten sich in die Kinos locken lassen. Die Landschaft im
Westen des Landes spielt eine der Hauptrollen (die aber auch sonst sehr gut
besetzt sind!) und bietet ein wunderbares Panorama für die Geschichte über
Verantwortung und Versuchung.

Anfangs wirkt die Handkamera etwas hektisch, später allerdings dominieren
ruhige Bilder voll wilder Romantik und Komik. Auch wenn die Übergänge
zwischen den Szenen bisweilen etwas sprunghaft sind, schaden die
Auslassungen dem Film nicht: Wir sind dankbar, dass wir die
Auseinandersetzung zwischen den Eheleuten Maria und Antaine nicht in voller
Länge erleben müssen. Denn die guten Darsteller spielen glaubhaft und
durchweg hervorragend.

Das liegt sicherlich an der Arbeitsweise von Regisseur Eoin Moore, der
zusammen mit den Schauspielern die Rollen entwickelt und erst danach die
Storyline und das Buch entwirft, das aber keine Dialoge enthält. Diese
werden erst von den Schauspielern in den Proben entwickelt und wirken
deshalb hier frisch und ehrlich. Gerade bei Ellen Ten Damme hat man den
Eindruck, dass ihr die sehr dankbare Rolle auf den Leib geschneidert wurde.
Und ein gutes Ende, das nicht zu kitschig wirkt, hat noch niemandem
geschadet, auch wenn man dann etwas gerührt den Kinosaal verlässt.





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