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Kritik: Hannibals Kinder (1997)


Davide Ferrario schuf eine leichte Komödie mit zwei sympathischen Hauptdarstellern, denen er genug Raum ließ, um sich zu entwickeln. Gerade Diego Abatantuono als Tommaso ist sicherlich vielen bekannt ­ allerdings ist es weniger sein Name, sondern sein Gesicht, das in Erinnerung geblieben ist: Er wurde seit 1976 in vielen kommerziellen Filmen als „typischer Süditaliener“ eingesetzt. In Hannibals Kinder konnte er jedoch selber Akzente setzen, nicht nur auf der Leinwand, doch auch durch Mitarbeit am Drehbuch. Sein Kompagnon im Film, der leicht trottelige Domenico wird von Silvio Orlando gespielt, der hier ebenso glänzen darf.
Erfreulich zu sehen, dass Ferrario nie in den Klamauk abrutscht. Der Regisseur hat einen guten Stil mit leichter Komik und dezentem Hang zur Absurdität gefunden. Der italienische Film macht bisweilen den Eindruck einer Reality TV Show, was sicherlich an Farbegebung und Schnitt liegt. Durch die eigenartige Technik, Zeitraffer explizit als Übergang zwischen den Szenen zu nutzen, wird an ein Videoclip ähnliches Format erinnert. Konträr dazu immer wieder lange, ruhige Einstellungen, die einen Zeitbezug ganz anderer Art formulieren.
Ein amüsanter Film, der zum Zeitpunkt seiner Entstehung vor zwei Jahren sicherlich interessanter gewirkt hätte. Ein leichtes Road Movie durch das heutige Italien mit ruhigen Bildern - eine nette italienische Komödie ohne Klamauk.





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