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Lara Croft: Tomb Raider
Lara Croft: Tomb Raider
© Concorde

Kritik: Lara Croft: Tomb Raider (2001)


Zurück zum PC mag man sich sehnen, so bald die wohl größte Luftblase der diesjährigen Kinosaison geplatzt ist. Mit ganzen elf Drehbuchautoren bewaffnet, stellt Ex-Werbefilmer Simon West nach "Con Air" und "Wehrlos - die Tochter des Generals" erneut unter Beweis, dass er vom Kino rein gar nichts versteht. So verflüchtigen sich satte 80 Millionen Dollar Budget in ein tumbes, an den Haaren herbeigezogenes Spektakel, das jeden Vergleich zum Spiel hoffnungslos verliert. Es versteht sich beinahe von selbst, dass die Story zu einer Computerspieladaption fantasielos zusammengestöpselt wird, aber eine dermaßen unsinnige und hanebüchene Ansammlung hohler Stereotypen hat Seltenheitswert. Für die ihrem Aussehen nach perfekt besetzte Angelina Jolie, immerhin Oscar-Preisträgerin, und den Rest der Darsteller hat West einfach keine Rolle zugedacht: Neben den dümmsten One-Linern seit ihrer Erfindung steif herunterzuleiern, dürfen die Mimen nichts - außer hilflos herumstehen. Ist doch eigentlich egal, wenn wenigstens die Action rockt. Immerhin kann sich die Ausstattung sehen lassen, die auch ausgiebig zerstört wird. Aber selbst das hat Simon West ambitionslos und ohne Esprit heruntergekurbelt. Trotz zahlreicher Schießereien, Stunts und nett anzusehenden Monstern kann "Tomb Raider" keine Minute begeistern, sondern sieht wie im Vorbeigehen inszeniert aus. In der uninspirierten Massenware, von der natürlich schon zwei Nachfolger geplant sind, fällt besonders auf, dass Lara Croft gar keine Rätsel mehr löst, sondern nur - auf Eingebung des Drehbuchs - von einer exotischen Kulisse zur anderen hüpft. Die beim PC-Spiel korrekte Assoziation der weiblichen Indiana Jones einschließlich mondänem James-Bond-Flair hat West gestrichen. Und zwar ersatzlos.




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