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Kritik: The Watcher (2000)


"The Watcher" genügt den Mindestanforderungen an ein routiniertes Hollywood-Produkt des Serienmörder-Genres. In zeitgemäßem düsteren Videoclipstil präsentiert sich eine typische Story um ein Cop-gegen-Killer-Duell, die nur dann interessant bleibt, wenn der Zuschauer keinerlei Vorkenntnis von prominenten Vorgänger wie Michael Manns "Blutmond" oder David Finchers "Sieben" hat.

Aber auch losgelöst betrachtet, bietet sich nicht mehr als ein bemühter Thriller, der in Ansätzen stecken bleibt. Die Psychologisierung des deprimierten Spader bleibt flach, obwohl dieser (zu) viel Zeit eingeräumt wird. Schlimmer noch liegt der "Charakter" und die Motivlage des Mörders, zumal "Matrix"-Star Keanu Reeves der lieblos skizzierten Figur keinerlei Akzente zu verleihen weiß.

Ein angemessenes Maß an Spannung ergibt sich aus wiederholten Rennen gegen die Zeit, die von Joe Charbanic mit wirksamen Einsatz aufgekratzter visueller Verfremdungsmittel inszeniert wurden. Außergewöhnliche Sensationen entfallen - es liegen Welten zum optisch kreativen "The Cell". Hier liegt die Handlung ganz in der Realität. Und ist so grau wie der über Chicago niedergehende Dauerregen.





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