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Crime is King
Crime is King
© Warner Bros.

Kritik: Crime is King (2000)


Lange Zeit lieblos verschoben, startet dieses satte Guilty Pleasure für Freunde galliger Actionkrimis, um als derbe Variante von "Ocean's Eleven" zu laufen, obwohl der fulminante Debütfilm Demian Lichtensteins in den USA lange vor Steven Soderberghs poppigen Remake im Kino lief. Mit emsigem Enthusiasmus führt Lichtenstein eine protzige Besetzung in einen doppelbödigen Plot aus der schwarzhumorigen Tarantino-Schule, in dem jeder jedem trickreich eine Millionenbeute von einem dreist-brutalen Casino-Raubzug abzujagen versucht. Aus den Elvis-Verkleidungen wächst ein famos trashiger Humor, der eine rüd-maskuline Anti-Haltung transportiert und in Verbindung mit zynischen Sprüchen und schießfreudigen Gangstern hier zu Lande sicherlich unbedarfte Moralisten abschrecken wird. Munter sammeln sich alle Klischees derartiger Filme, Sex, Gewalt, Verrat, werden aber sowohl mit angenehm unernstem Augenzwinkern, als auch Engagement vor und hinter der Kamera, wettgemacht. Dem sonst unerträglich braven Kevin Costner scheint sein Ausflug als Bad Guy einigen Spaß gemacht zu haben und allein sein famoser Widerling rechtfertigt den Besuch. Das selbstbewusst inszenierte Roadmovie im Indie-Look rundet seinen Crime-Cocktail mit einer leicht sentimentalen Liebesgeschichte ab, schlägt aber im letzten Drittel merklich über die Stränge. Dann versinken Logik und Plausibilität in einem Wust an Wendungen, von denen es einige zu viel gibt. Unterhaltung ohne große intellektuelle Anstrengung ist aber garantiert.




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