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Kritik: Saltwater (2000)


„Saltwater“ begleitet die italienische Beneventi Familie eine Woche lang, während der ihr Schicksal neu entschieden wird. Die ganze Welt scheint sich auf den kleinen Mikrokosmos der Frittenbude in der kleinen Hafenstadt an der irischen See zu konzentrieren. Ein Fokus, der aus der einfachen Familie eine Metapher für die unterschiedlichsten Lebensversuche macht.

Die Beneventis sind sehr sympathische, herzliche Figuren, deren Probleme zum Teil sehr detailliert und witzig geschildert werden. Dagegen wirkt die Geschichte wie eine flüchtige Strichzeichnung. Lose Enden und Anfänge gibt es überall. Zum Beispiel die Geschichte um die Schwester Carmel und ihren Freund, den Universitätsprofessor George, der nicht aufhören kann, sie zu betrügen. Hier belässt es Regisseur und Autor McPherson dabei, den Seitensprung zu zeigen, ohne die Konsequenzen überhaupt zu erwähnen. Das verwirrt: Eine Geschichte ohne Höhepunkt.

Ebenso unvermittelt und wenig befriedigend wirkt der Schluss. Das Happy End ist bruchstückhaft und auseinanderfasernd und hinterlässt einen ratlosen Zuschauer.

Dennoch: „Saltwater“ hat Witz, liebevolle Figuren und gute Darsteller, die aus dem etwas unglücklich strukturierten Film einen sehr sympathischen machen, den man sicherlich nicht mit einer Hollywood-Produktion messen kann und sollte.

„Saltwater“ wurde auf der Berlinale 2000 mit dem Preis des Internationalen Verbands der Filmkunsttheater ausgezeichnet.






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