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Kritik: Zickenterror - Der Teufel ist eine Frau (2001)


Vom Humor in etwa in Regionen angesiedelt wie „Animal – Das Tier im Mann“ oder (mit Abstrichen) „Verrückt nach Mary“ erzählt „Zickenterror“ viel stärker als diese Beispiele eine Geschichte aus einem absurden Wunderland. Die Freundschaft dreier seit ihrer Kindheit unzertrennlicher Freunde mit Vorlieben für Bier, Junkfood, Football und Neil Diamond droht auseinanderzubrechen, als einer von Ihnen der ebenso kaltherzigen wie berechnenden „Frau des Lebens“ verfällt. Da er kaum Erfolge beim weiblichen Geschlecht vorzuweisen hat, gelingt es der durchtrainierten Schönheit, komplett das Kommando zu übernehmen. Die beiden restlichen Freunde wittern Gefahr für den bisherigen Lebensstil, zu dem auch ihre Neil Diamond-Cover-Band gehört, und entführen kurzerhand das ihrer Meinung nach schädliche Objekt der Begierde, um dem Freund in Form einer alten Highschool-Liebe die Richtige zu verpassen.

Gar wunderliche Dinge existieren im Universum von „Zickenterror“. Da gelingt ein Gefängnisausbruch, indem ein LKW problemlos in Wildwestmanier die Zellenmauer durchbricht, böse Feen tauchen als Versuchung rechtschaffener Männer auf, gleichzeitig gibt es die gute, reine Fee direkt aus dem Kloster und Neil Diamond singt nicht nur schwülstig von der Liebe, sondern er erschafft sie für die Hauptfiguren neu. Vor allem am Ende gleitet der Film in zunehmend absurdere Gefilde ab, wenn Neil Diamond selbst auf der Bühne des Geschehens erscheint. Und ganz plötzlich wird klar, was der Film die ganze Zeit zu erzählen versuchte: er zeigte eine handvoll Figuren, die Stars werden wollten, um bei den Mädchen zu landen. Im persönlichen Wunderland des Selbstbewusstseins, so die einfache Moral, ist jeder bereits ein Star. Über weite Strecken bemüht er leider einige der ältesten Slapstickgags ohne Timing und Sinn für die rechte Zurückhaltung, wie den zusammenkrachenden Sessel. Deswegen dauert es knapp eine Stunde, bis „Zickenterror“ sein Potential ausspielt.






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