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Kritik: Rollerball (2001)


An der Remake-Quote lässt sich der Stand kreativer, neuer Ideen in Hollywood recht einfach messen. Demnach steht es schlecht um den Einfallsreichtum der Produzenten: die Klassiker und auch längst schon unbekanntere Werke - der Name ist Legion - werden nur so durchgereicht. Kurvte in Norman Jewinsons Original Haudegen James Caan durch die futuristischen Kulissen des 1975 noch taufrischen Münchner Olympiastadions, stehen nun einige junge Gesichter aus Hollywoods zweiter Garde in der gemischtrassigen "real man's league".

Als Schmankerl gibt sich Frankreichs Nummer eins, Jean Reno als skrupelloser Sportfunktionär die Ehre. Leider reichte das Budget dann wohl für kein Drehbuch mehr. Wie auf derart inkompetente Weise die fatale Verwicklung von Showbizsport und TV-Quote angerissen wird, um dann in einem lärmenden, hektischen Videoclip bar jeder Logik zu kollabieren, ist schon fast wieder sehenswert: die Amok-Montage zerfetzt den primitiv-Plot wie ein Elektro-Häxler das Reisig - das hat bei Stones "An jedem verdammten Sonntag" seinen ästhetischen Effekt gehabt, hier ist es rein chaotisch.

John McTiernan, Ende der 80er Jahre einer der besten Actionregisseure ("Stirb langsam") wäre nach Flops wie "Der 13te Krieger" ein Erfolg vergönnt gewesen. Doch nach einem Zerwürfnis mit dem Studio schnitten die Produzenten seinen Film komplett um. Wie er einst ausgesehen hat, lässt sich in dem nicht ernstzunehmenden Krampf für die Zielgruppen (für die extra ein Auftritt der Psychos von Slipknot organisiert wurde) nur noch erahnen.





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