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Ocean's Eleven
Ocean's Eleven
© Warner Bros.

Kritik: Ocean's Eleven (2001)


Nach dem satten Oscar-Hattrick "Traffic" und "Erin Brockovich" war das neue Projekt von Steven Soderbergh, "Ocean's 11", dem Remake des Ratpack-Films von 1960, in aller Munde und auf jeder Website. War das Original tatsächlich so mäßig wie sein deutscher Titel "Frankie und seine Spießgesellen" und trotz der Regie des renommierten Lewis Milestone nur eine klägliche Entschuldigung für einen weiteren Auftritt von Frank Sinatra & Co., liefert Soderbergh reinrassigen und höchst amüsanten Zeitvertreib. Soderbergh inszeniert eine handwerklich perfekte Gaunerkomödie vornehmer Natur, die pure Unterhaltung ohne weiteren Anspruch liefert. Im schmuck verpackten Nichts vergnügen sich Hollywoods größte Namen und legen die unwiderstehliche, legerer Coolness an, die dem Lebensgefühl der Sechziger entspricht. Die Nonchalance des Whiskeys, die Erotik der Sonnenbrille, der lässigste Spruch - Accessoires, die wie ein minutiös abgestimmtes Regelwerk einsetzen und die damalige Mode assimilieren. Die Hommage wird zeitlos, gegenwärtig. George Clooney, der schon in "Out of Sight" den Gentleman-Gauner gab, passt haarscharf ins Konzept von Soderbergh, der das klassische Hollywood-Kino derart zelebriert, das es geradezu authentischer wirkt als die "echten" alten Filme. Clooneys Parallelen zum Herzensbrecher Clark Gable sind die Quintessenz von Soderberghs sorglosem Entertainment: Verlockend verpackter Charme, der sich nach dem Kino in Wohlgefallen auflöst.




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