VG-Wort
Die Domain Spielfilm.de verwendet Cookies für funktionale und analytische Zwecke. Durch die Nutzung unserer Seite erklärst Du Dich damit einverstanden. Weitere Cookie-Informationen findest Du hier.

Ok, einverstanden!

oder

Kritik: Driven (2001)


"Stirb langsam 2" und "Cliffhanger" waren anerkannte Stationen des jüngeren Actionfilms, "Deep Blue Sea" leider wohl nur eine Vorort-Haltestelle für den gebürtigen Finnen Renny Harlin. Mit "Driven" hat es ihn auf ein Abstellgleis verschlagen, obwohl das Sujet der Formel-1 mit geölten Machoismen, Motoren und Boxenludern (diesmal das Model Estella Warren und Gina Gershon) aufwartet, die längst alle ihren Ehrenplatz in der Stereotypengalerie innehaben. Die von einem sich im Hintergrund haltenden Sylvester Stallone mitverfasste Story erinnert an dessen glanzvollen "Rocky" und ruft abermals in Erinnerung, wie lange das schon her ist. Es passiert tatsächlich dermaßen wenig neues oder interessantes, dass selbst Harlin alles Engagement verlor und seinen explosiven Regiestil allein auf einen hektischen Schnitt verlegt, der das inhaltliche Vakuum zu kaschieren strebt. Verglichen mit "Nur noch 60 Sekunden" und dem gerade vorbeigerasten "The Fast and the Furious" wirken selbst die wie ein Computerspiel animierten, frappierend seltenen Crashs lahm und farblos. Es ist freilich lange her, dass ein Rennfahrerfilm mehr als erprobte (vulgo ausgelutschte) Motive am Rande des Asphalts erzählte, aber irgendeine Stärke konnte man immer noch finden. Diesbezüglich fährt "Driven" im Schongang. Schade neben altverdienten Köpfen wie Burt Reynolds auch um Til Schweiger, der seiner undankbaren "Rolle" als arroganter Deutscher - mit dem unsinnigen Namen "Beau Brandenburg" - noch das beste abgewinnt.




Spielfilm.de-Mitglied werden oder einloggen.