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Kritik: The Hole (2001)


Keine Angst: "The Hole" ist nicht wieder einer dieser "Scream"-Epigonen mit ihren albernen Markennamenteens, zweitklassigen Spardialogen und inkompetenten Geisterbahnsequenzen, die ihr Zielpublikum für dumm verkaufen. Nick Hamm ("Martha, trifft Frank, Daniel and Laurence") sichert sich mit Thora Birch ("American Beauty") das schauspielerisch vielversprechenste Talent am Nachwuchshimmel und legt einen anfangs kühlen Psychothriller hin, der sich zielsicher dem Siedepunkt nähert. Dank des spürbaren Einflusses von "Blair Witch Project" sorgt Hamm für ein düsteren, dokumentarischen Anstrich und zeigt die Innenansichten des Bunkers in sich widersprechenden Rückblenden, die der subjektiven Wahrheit gehorchen. Mit dem Prinzip von Kurosawas "Rashomon" bewaffnet, kann er jedoch der Versuchung nicht widerstehen, damit immer neue Versionen und Überraschungen zu kulminieren, die dreist an den Haaren herbeigezogen sind und unversehens in ein tiefes Logik-Loch plumpsen. Dies wäre zu verschmerzen, hätte "The Hole" einen durchgehenden Spannungsbogen. Mit ständigen Orts- und Zeitwechseln minimiert Hamm den Thrill geradezu - die Bedrohung der Ausweglosigkeit flackert nur gelegentlich auf. Damit unterminiert er den bisweilen packenden Überlebenskampf der Eingeschlossenen und stilisiert schließlich Liz vom Opferlamm zum eiskalten Engel, der für eine Eroberung über Leichen geht. Als dieser eigentlich abgründige, wenn auch nicht gerade originelle Aspekt zum Tragen kommt, hat sich "The Hole" bereits als fahrlässiger Manipulationsversuch diskreditiert.




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