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Hearts in Atlantis
Hearts in Atlantis
© Warner Bros.

Kritik: Hearts in Atlantis (2001)


Nur 43 Jahre alt wurde der Kameramann Piotr Sobocinski, auf der Leinwand wird sein Lebenswerk jedoch noch Generationen überdauern. "Hearts in Atlantis" war einer der letzten Filme, für die Sobocinski die bestechend schönen Bilder lieferte. Die Stephen-King-Verfilmung steht in der Tradition von "Stand by Me": Anthony Hopkins spielt darin einen geheimnisvollen Untermieter, der im Sommer 1960 das Dachgeschoss im Haus der Garfields in Connecticut bezieht. Dort wächst der junge Bobby Garfield (Anton Yelchin) vaterlos bei seiner überforderten und nicht gerade liebevollen Mutter (Hope Davis) auf – und der Fremde nimmt ihn unter seine Fittiche. Scott Hicks’ nostalisch-wehmütiger Blick aufs Ende einer Kindheit ist eine gelungene Parabel über die verlorene Unschuld eines Landes, hinter dessen bürgerlicher Fassade oft das nackte Grauen steckt. An das inzwischen 25 Jahre alte Vorbild von Rob Reiner reicht "Hearts in Atlantis" jedoch nicht heran – Geniestreiche lassen sich eben selten wiederholen. Die Attraktion des Films ist wieder mal Anthony Hopkins, dessen Präsenz und Ausdruckskraft schwache Drehbuchpassagen spielend überbrückt.




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