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Valentine - Schrei wenn Du kannst
Valentine - Schrei wenn Du kannst
© Warner Bros.

Kritik: Valentine - Schrei wenn Du kannst (2001)


Hätte Wes Craven 1995 geahnt, welche Flut von armseligen Schlitzerfilmen er ausgelöst hat, hätte er "Scream" womöglich nie gedreht. Gedanken wie dieser drängen sich beim Betrachten des neuesten Ergusses dieser kommerziell ungemein erfolgreichen Subgenres auf, das erneut einen Höhepunkt an Phantasielosigkeit und Banalität erklimmt. Jamie Blanks, der bereits urbane Legenden zum blutigen Leben erweckte, setzt das von vier Autoren verbrochene Drehbuch mit 100% Routine und 0% Inspiration um. Mit "Blutiger Valentinstag" erschien bereits 1981 ein kanadischer Vertreter der ersten Slasher-Welle, in dem ein arbeitsloser Kohlearbeiter Amok lief. Davon völlig unbeeindruckt folgt Blanks trotz ähnlichem Titel einem wieder einmal falsch sozialisierten Maskenmörder ("Halloween"), der für in der Jugend erlittene Schmach auf einer Schulfeier ("Carrie") Tribut fordert und bösartige Valentins-Grußkärtchen verschickt, um die Opfer an ihren baldigen Tod zu erinnern. Willkürlicher und schludriger kann man einen Whodunit kaum inszenieren, selbst wenn man das niedrige Vergleichsniveau zeitgenössischer Genrevertreter in Betracht zieht. Zwar stehen mit einem, kaum mehr als ihre Maße einbringenden, Bondgirl (Denise Richards) und einem hippen Hochglanz-Look alle Zeichen auf Anbiederung, doch damit erweist Blanks dem Zuschauer nur einen Bärendienst, weil er dessen Intelligenz schlicht ignoriert. Oberflächlichste Unterhaltung ist also garantiert.




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