VG-Wort
Die Domain Spielfilm.de verwendet Cookies für funktionale und analytische Zwecke. Durch die Nutzung unserer Seite erklärst Du Dich damit einverstanden. Weitere Cookie-Informationen findest Du hier.

Ok, einverstanden!

oder

Kritik: Im Bann des Jade-Skorpions (2001)


Der ewige Stadtneurotiker Woody Allen unterzieht sich von Zeit zu Zeit einer Verjüngungskur, bei der er seine manchmal überstrapazierten intellektuellen Problemchen ablegt und dennoch seine untrennbar mit ihm verbundenen Markenzeichen pflegt, den schrullig-bissigen Humor und die Liebe zum Jazz. Vor allem hat Allen seit "Schmalspurganoven" die Lust an fast kindlich verspielten Slapstick-Turbulenzen gefunden - der Auftakt einer Krimikomödien-Trilogie, deren zweiter Teil jetzt erscheint.

Als auffälligstes Merkmal von Allens laut imdb 35. Film sticht die durchdachte, straffe Handlungsführung hervor, die unzählige messerscharfe Dialogduelle zwischen ihm und der fabelhaften Helen Hunt zu einem Feuerwerk verdichtet. Klamauk bleibt außen vor, wenn sich Hommage und Krimi die Waage halten. Dann leben Bars und Spelunken, Mode und Zeitgeist der 40er Jahre auf und bleiben nicht nur reine Schauwerte. Äußerst frech werden Ideen aus Fritz Langs "Dr. Mabuse" eingespannt und auf amüsante Weise sowohl parodiert, als auch clever zur Spannungserzeugung eingesetzt.

Dass "The Curse of the Jade Scorpion", so der Originaltitel, letztlich nach einer der einst so beliebten screwball comedys vom Schlage eines Cukor, Capra oder Lubitsch gerät, hat eine vergnügliche romantische Dimension: gemäß dem ehernen Prinzip der sich anziehenden Gegensätze bleibt trotz aller Feindseligkeiten keine Frage, wer das Traumpaar des Films ist.






Spielfilm.de-Mitglied werden oder einloggen.