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Kritik: Voltaire ist schuld (2000)


"Voltaire ist schuld" ist ein bemerkenswerter gesellschaftspolitischer Film geworden, der ohne den großen Aufhänger einer Diktatur oder ähnlichem mit viel Humor und Wärme ein menschliches Anliegen in die Welt trägt.

Im Vordergrund steht die Frage nach der Heimat, die man in einem fremden Land finden muss, um sich wohl fühlen zu können. Für den Tunesier Jallal, der in Paris Arbeit finden möchte, aber als politisch Nichtverfolgter kaum eine Aufenthaltserlaubnis bekommen wird, ist das eng mit der Liebe verbunden. Und so gelingt es dem Film, das wunderschöne Portrait zweier Außenseiter zu zeichnen, die sich finden müssen.

Vor allem die Darsteller tragen zum Gelingen des Films bei. Mit einer natürlichen Frische, die ihresgleichen sucht, legen sie ihre ungewöhnlichen Figuren an. Dabei erobern sie schnell das Herz des Zuschauers, der sich nichts sehnlicher wünscht, als dass diesem Paar alles Glück der Welt beschieden sein wird. Dafür werden nicht einmal irgendwelche bedeutungsschwangeren Ereignisse der Vergangenheit benötigt - die bloße Persönlichkeit des suchenden Menschen genügt, um große Emotionen und komische Momente zu beschwören.

In ehrlicher Weise zeigt "Voltaires ist schuld" seine Hauptfiguren mit ihren Bedürfnissen, die jeder nachvollziehen kann, und unterschlägt auch nicht ihre Schwächen. Da macht der Kinobesuch großen Spaß.





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