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Kritik: Swimming Pool - Der Tod feiert mit (2001)


Die Geschichte vom absolut Bösen, das in Form eines konsequent unfreundlichen Schlitzers (häufig schwarz gekleidet) umgeht und immer da auftaucht, wo es die tapsigen Teenies am wenigsten erwarten, ist ein Klassiker des modernen Horrorfilms. Auch "Swimming Pool – Der Tod feiert mit" erzählt uns erneut das morbide Märchen, um das Böse zu bannen. Die Absolventen einer Privatschule für reiche Gören in Prag feiern jedes Jahr den Abschluss an einem skurrilen Ort. Dieses Jahr bricht man in ein Schwimmbad ein. Was die coolste Pool-Party ihres Leben hätte werden sollen, entwickelt sich aber leider zu einem ungemütlichen Fiasko, da das Böse dummerweise nicht Daheim bleibt, sondern sich am servierten Frischfleisch mit einer langen, scharfen Machete gütlich tut. In den Händen eines Fans, der hinreichend handwerkliches Geschick besitzt, wäre daraus ein spannend-atmosphärischer Genrefilm oder ein selbstironisches Vergnügen geworden. In den Händen Boris von Sychowskis wird daraus aber ein filmischer Offenbarungseid. Nahezu jegliches Geschehen inszeniert er ohne Szenenaufbau. Ständig zeigt der Film die unbedarften Teenies, welche entweder an Sex denken oder zur Abwechslung saufen, um sie kurz darauf vom Killer, der plötzlich aus irgendeiner vorher nicht vorhandenen Ecke zuschlägt, tranchieren zu lassen. Die Gegenwehr der Schlachtbänkler deutet Sychowski ebenfalls nur an. Ohne spannungsfördernde Kameraarbeit oder humorvoll choreographierte Tötungsarten inszeniert, wäre "Swimming Pool" schlicht öde, wenn es nicht den unfreiwilligen Humor gäbe. Mitten im großen Killerterror gesteht zum Beispiel eines der Mädchen einem anderen, dass sie mit deren Freund geschlafen habe. Ähnlich soapigen Unsinn leistet sich das Drehbuch noch mehrmals, so dass an den wenigen besonders dramatisch gedachten Szenen herzhaft gelacht werden kann.





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