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Kritik: Little Hippo (2001)


Wie nicht anders zu erwarten, darf man in »Little Hippo« eine zuckersüße Leinwandadaption des niedlichen Dickhäuters aus dem Überraschungsei bewundern. Der Film kommt in der Erzählung der Abenteuer seiner Hauptfigur ohne nennenswerte Gewalt aus, so dass er sich für jedes Alter als geeignet erweist. In bunten Bildern entwirft der Film eine hübsche Phantasiewelt, welche mit genügend Tempo inszeniert worden ist, so dass man sich gerne in das andere Universum entführen lässt. So weit die Kritikerpflicht bei einem relativ gewöhnlichen, aber unterhaltsamen Film. Trotz des vorhandenen Potentials hätte man sich doch bei einem Werk, welches seine Wurzeln unter anderem auf ein Versprechen von Überraschung - dem Überraschungsei - gründet, ein wenig mehr Originalität gewünscht. Statt dessen ist »Little Hippo« ein symptomatisches Produkt unserer Zeit, das hinter gelackten, bunten Scheinbildern nur das Gewöhnliche bereit hält. Lediglich seine Verpackung ist, einer einnehmenden und verschleiernden optischen Strategie geschuldet, der Versuch, eine Einzigartigkeit vorzutäuschen, die das fertige Produkt nicht einhalten kann. Immer wieder behauptet die Werbeindustrie, man könne Liebe, Sex oder Glück kaufen, wenn man das beworbene Produkt ersteht. In ähnlicher Weise erzählen die Bilder in »Little Hippo« von einem originellen, süßen und niedlichen Abenteuererlebnis, dass einen an einen Ort entführt, an dem man noch nicht gewesen ist. Dahinter steht aber nur das Kalkül eines biederen Kinderfilms, der seine Durchschnittlichkeit auf äußerst geschickte Weise kultiviert hat.





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