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Kritik: Lilo und Stitch (2002)


So böse war ein Produkt aus der Disney-Schmiede lange nicht mehr. Anstatt drollige, kleine Charaktere aufzufahren, die einfach nur niedlich sind und wenn es ihnen in den Sinn kommt, auch mal ein stimmungsvolles Lied trällern, besinnt sich das Studio auf seine Cartoon-Tradition der dreißiger und vierziger Jahre. Da darf es dann auch mal richtig gemein zugehen, wenn sich die Figuren untereinander bekriegen. Als Science Fiction-Abenteuer mit seltsam freakig gestalteten Kreaturen, die so auch bei "Star Wars" auftreten könnten, beginnt der Film. Eines der Wesen ist Stitch. Der Außerirdische wurde im Rahmen illegaler Forschungsarbeiten als genetisches Experiment geschaffen. Zur Strafe sperrt der galaktische Rat den verantwortlichen Wissenschaftler ein und ordnet die Verbannung von Stitch an. Dem gelingt aber nach einer halsbrecherischen Verfolgungsjagd durchs All die Flucht, an deren Ende er auf Hawaii landet. Dort erregt Stitch die Aufmerksamkeit von Lilo, welche zusammen mit ihrer älteren Schwester lebt. Sie hat kaum Freunde, steht auf Elvis-Songs und nimmt den absonderlich aussehenden Außerirdischen mit nach Hause. Da der aber darauf programmiert ist, böse zu sein, gerät Lilos Leben in immer größere Turbulenzen. Dazu trägt auch ein Sozialarbeiter bei, der mit goldenen Ohrringen, Sonnenbrille und einem Anzug wie ein cooler Gangster aussieht, sowie das außerirdische Jagdkommando, welches Stitch einfangen soll. Mit den Mitteln des klassischen Cartoons toben die Ereignisse über die Leinwand. Fast ständig belauern sich die Figuren, sind in überbordenden Verfolgungen hintereinander her - wobei auch vor Laserwaffeneinsatz nicht zurückgeschreckt wird - oder machen etwas kaputt. Es ist ein langer Weg, bis der fiese Stitch Dinge wie Geborgenheit entdeckt, die er vorher nicht kannte. Als einziger seiner Art ist der verlorene, kleine Tropf auf der Suche nach einer Ersatzfamilie, die er im Schwesternpaar findet. So ergeben sich genügend rührende Momente, welche die Moral von der Notwendigkeit eines Zuhauses transportieren. Dass die Familie des Films keine heile Idealfamilie ist, gehört zu den erfrischenden Elementen von "Lilo & Stitch". Ein wunderbarer Spaß!




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