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Nicht noch ein Teenie-Film! - Plakat
Nicht noch ein Teenie-Film! - Plakat
© Columbia TriStar

Kritik: Nicht noch ein Teenie-Film! (2001)


Schwierige Sache. "Nicht noch ein Teenie-Film" lässt sich bissig über das recht junge Genre Teen Movie aus. Die Parodie hat sich nicht den zarten, eher romantisierenden Humor der älteren Filme wie "Pretty in Pink" oder "Ferris macht blau" zu Eigen gemacht, sondern geht wie "American Pie" tief unter die Gürtellinie. Man zitiert ganz plakativ aus den genannten Filmen, nicht nur, dass bekannte Szenen variiert werden, sondern auch dadurch, dass die Figuren ihre Funktion ganz offen benennen: "Isch bin die französische Austauschschülerin, und isch bin nur hier, weil isch meine Brüste zeigen will." Konsequenterweise läuft die Dame nur nackt durch die Gegend. "Nicht noch ein Teenie-Film" spürt intelligent alle Klischees des Genres auf und zerstört sie dann genüsslich. Aber wie auch bei den brachialhumorigen Vorlagen gehen manche Witze auch hier völlig daneben, was zum Teil an dem nicht gerade pointierten Schnitt liegt. Auch die Autoren machen entscheidende Fehler: Die Happy End-Sequenz in dieser Weise aufzulösen, ist zwar, nach all dem was vorher war, konsequent, zerstört aber brutal die Vorfreude des Zuschauers. Denn auch in einer Komödie, auch in einer noch so bissigen Parodie will der Zuschauer das befriedigende Ende, auf das der Film so offensichtlich zusteuert, in der erwarteten Form erleben. Hier verlässt er recht ernüchtert das Kino. Der Zuschauer ist überhaupt das Problem: Denn eigentlich ist "Nicht noch ein Teenie-Film" viel zu intelligent für das Publikum, das sich sonst mit Vorliebe an Teen-Movies ergötzt. Dem werden viele Spitzen und viele Witze entgehen. Wenn man den Film nur auf einer Ebene liest, ist das ziemlich langweilig, wie die Zuschauerzahlen aus den USA eindeutig belegen: Dort hat "Not Another Teen Movie" seine Kosten wohl nur mühsam eingespielt, denn schon nach wenigen Wochen war der Film aus den Top 50 verschwunden.





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