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Kritik: Pinky und der Millionenmops (2000)


In die erste Riege der Kinderfilme steigt „Pinky und der Millionenmops“ nicht auf. Dafür ist das Geschehen um den Kinderdetektiv Pinky, der einem kauzigen, menschenfeindlichen Millionär mit seinem Können unter die Arme greift einfach zu harmlos. In gemütlichem Tempo, das an den entscheidenden Stellen kinogerecht anzieht (zum Beispiel im Showdown), erzählt der Film seine Geschichte, wobei er auch einige spannende Szenen während der detektivischen Ermittlungsarbeit einstreut.

Im Zentrum steht die Wandlung des Millionärs, der durch die Begegnung mit dem aufgeweckten Pinky langsam zu einem besseren Menschen wird. Diese vollzieht sich aber so langsam, das man zunächst Schwierigkeiten mit der Tatsache hat, dass Pinky der fiesen Gestalt überhaupt hilft. Vermutlich steckt dahinter die erzieherische Moral, das man nicht nach dem ersten Anschein urteilen, sondern statt dessen versuchen soll, hinter die Fassade der Menschen zu sehen. In der Figur des Pinky präsentiert der Film ein Kind, das diese Lektion bereits verinnerlicht hat. Damit geht einher, dass viele Erwachsene Charaktere des Films einen recht dummen Eindruck machen, da ihnen eine solche Fähigkeit fehlt. Das ist ein bisschen schade, weil der Film es gar nicht nötig gehabt hätte, den simplen Gegensatz zwischen Kindern mit Durchblick sowie tölpelhaften Erwachsenen zu konstruieren. Vor allem der Komissar sowie die beiden Neffen des Millionärs sind Paradebeispiele für unterlegene Erwachsene. „Pinky und der Millionenmops“ raubt sich dadurch einen Großteil seiner moralischen Glaubwürdigkeit, weil so eine künstliche, irreale Modellsituation entsteht, die auf unsere tatsächliche Welt nicht übertragbar ist.

Dennoch bleibt der Film ein leidlich unterhaltsames Familienabenteuer, das man seinen Kindern gut zeigen kann.





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