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Waking Life
Waking Life
© Capelight Pictures

Kritik: Waking Life (2001)


Linklaters neues Werk ist ein Experimentalfilm auf mehreren Ebenen. Zum einen revolutioniert er mit einem völlig neuen Verfahren das Genre des Animationsfilms. Bei "Waking Life" handelt es sich nämlich nicht um ein vollständig gezeichnetes Werk, sondern um eine graphisch bearbeitete Version mit realen Schauspielern gefilmter Szenen. Neben diesem formalen Experiment, das mit seinen unglaublich lebendigen Bildern von intensiver Leinwandpräsenz vollauf gelungen ist, hält Linklater auch inhaltlich Ungewöhnliches bereit. "Waking Life" entstand weitgehend durch Improvisation am Set. Dem entsprechend gibt es auch keine klassische Geschichte, sondern eine surreale Reise durch die Welt der weitschweifenden Gedanken. Die Hauptfigur trifft während ihres treibenden Trips auf die unterschiedlichsten Figuren wie zeitgenössische Philosophen oder Schriftsteller, um mit diesen philosophische Gespräche zu führen. Mehr gibt es im Film nicht zu sehen. Linklater verweigert sich einer Erzählung, um unabhängig von dramaturgischen Zwängen sein Sammelsurium an tiefschürfenden Erkenntnissen vorbringen zu können. Daraus ergibt sich ein innerlich inkohärentes Durcheinander, das als Experiment sicherlich von einigen Interesse sein dürfte, letztlich aber das Medium Film als reinen Vortrag missversteht.




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