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Kritik: Flickering Lights (2001)


"Flickering Lights" ist das Regiedebüt von Anders Thomas Jensen. Als Drehbuchautor hat er sich schon mit "In China essen sie Hunde" einen Namen gemacht. Wie in letzterem geht es wieder um eine Handvoll skurriler Gangster. "Flickering Lights" bezeichnet sich selbst als eine schwarze Gangsterkomödie. Der Humor ist hierbei nicht nur äußerst schwarz, sondern auch "sehr dänisch", dem ein oder anderen wird wohl das Lachen im Halse stecken bleiben.

Die vier Protagonisten sind Gangster, die es trotz jahrzehntelanger krimineller Karriere zu nichts gebracht haben. Ihr Privatleben existiert nicht oder liegt in Trümmern. Sie träumen vom Aussteigen, vom Leben im sonnigen Süden und von dem ganz großen Ding.

Dieses fällt ihnen eines Tages zufällig in den Schoß. Plötzlich und unerwartet haben sie vier Millionen Kronen und sind auf der Flucht vor der Polizei und der örtlichen Mafia. Wie alles in ihrem Leben scheitert natürlich auch diese Flucht, und sie landen in einer verlassenen, baufälligen Waldgaststätte. Hier findet nun die Wende in ihrem Leben statt. In einer Art Gangster-WG beginnen die Vier sich auf ihre sehr eigene Art zu wandeln. Dabei werden sie von zwei Nachbarn unterstützt, die noch verrückter sind als sie selber. Doch als sie mit ihrer Vergangenheit abschließen wollen, holt sie diese in Form des lokalen "Paten" wieder ein.

Die große Stärke des Films ist, dass er neben der skurril-komödiantischen, auch seine melancholische Seite hat. Nach und nach lernt man hier die vier Antihelden auf einer menschlichen Ebene kennen und erfährt in humorvollen Kindheitsrückblenden, wie sie zu dem wurden, was sie heute sind. Trotz aller Abscheu vor ihrem Handeln stellt sich beim Betrachter nach und nach ein Mitgefühl für die vier Verlierer ein.





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