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P.S. Ich liebe dich
P.S. Ich liebe dich
© TOBIS Film

Kritik: P.S. Ich liebe dich (2007)


Der Film mit Taschentuch-Garantie für die Lizenz zum Heulen: Denn hier wird ein klasse Buch zum krachenden Film. Millionen (vorwiegend weibliche) Leser verschlangen den gleichnamigen romantischen Bestseller von Cecilia Ahern. Und Millionen Menschen werden auch an diesem romantischen Zelluloid-Epos ihre Freude haben. Es ist die zweite, fruchtende Zusammenarbeit von Hilary Swank und Richard LaGravenese nach „Freedom Writers“, in einem rührigen Bilder-Lebewohl voller Herzenswärme und Sentimentalität.

„P.S. Ich liebe dich“ gehört zu jener Roman-Spezies, die auf Anhieb in die Bestsellerlisten schießt. Die gigantischen Themenbereiche Liebe und Tod werden hier geschickt verknotet, auch wenn der Buchtitel wahrscheinlich als Persiflage auf das Lied „P.S. I hate you“ der Metal-Coreband "Enraged By Beauty" anzusehen ist. Und wie die literarische Vorlage fokussiert die Verfilmung auch den tragischen Verlust einer nicht enden wollenden Liebe. Denn mit aufopferungswütiger Seelenhitze und unglaublicher Sensitivität wird die melancholische wie humorige Liebesschmerz-Story um Verlust und Verinnerlichung adaptiert.

Keine Frage, das „Million-Dollar“-Baby Hilary Swank und ihr Partner Gerald Butler sind ein wundervolles Paar in emotionaler Höchstthermik, um dem Thema glaubwürdig gerecht zu werden. In den Nebenparts glänzt ebenso Lisa Kudrow aus "Friends", die hier ähnlich grantig spielen darf, wie in der Serie. Jeffrey Dean Morgan ist ebenso brillant in seinem Part des William, wie auch Harry Connick Jr. als verzweifelter und verschossener Sympathieträger Daniel.

Richard LaGravanese scheint Hollywoods Wunderdroge in der Adaption populärer Herzschmerz-Romanen zu sein. Das beweist er nach dem Trennungsdrama „Die Brücken am Fluss“ und der Verlusttragödie "Der Pferdeflüsterer" auch dieses Mal. Die richtigen Dialoge zum richtigen Zeitpunkt mit richtigen Bildern gestalten eruptiv diese emotionale Achterbahnfahrt durch die briefliche Kommunikation mit dem gestorbenen Geliebten.

Perfekt untermalt John Powell („Die Bourne Identität“, „Happy Feet“) den traurigen Score mit einem grandiosem Soundtrack, der von James Blunts Ballade „Same Mistake“ über den Pogues-Klassiker „Love You ’Till The End“ bis zu „P.S. I Love You“ von Nellie McKay variiert. Sie ist hier auch in einer Nebenrolle als Hollys Schwester Ciara zu bestaunen.

Der Kassenknüller in spe wurde in New York City und in Irland gedreht und wird zutiefst bewegen; nicht nur durch sein wohl intensivstes Adieu in der Filmhistorie. Die 26jährige Autorin Cecelia Ahern legte den tränenreichen Grundstein für diese unheilbar gesunde Filmdynamik. Zwar wurde, wie üblich bei Verfilmungen einiges, was hier nicht verraten werden soll, cineastisch verändert, doch tut dieses „Tuning“ nicht weh. Literatur lässt sich einfach nicht 100%ig in Bilder bannen. Und das wußte auch die Autorin, übrigens keine Geringere als die Tochter des irischen Ministerpräsidenten Bertie Ahern... 
 





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