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Ocean's Thirteen   2007 Warner Bros. Ent.
Ocean's Thirteen 2007 Warner Bros. Ent.

Kritik: Ocean's Thirteen (2007)


George Clooney und seine Bande
Zum dritten Mal nun hat Clooney seine Männerclique für das
lustige "Meisterdiebesbande vs. mafiöse Casinobesitzer"-Spiel zusammengetrommelt, und, positiv ausgedrückt: Der Film deckt sich vollkommen mit den durch die ersten beiden Teilen geweckten Erwartungen. Erneut ist es Regisseur Steven Soderbergh gelungen, die Story vom eigentlich unmöglichen Meister-Diebeszug stilsicher und amüsant zu inszenieren, wieder hat die versammelte hochbezahlte Schauspielerschar sichtbar
Spaß an der Sache und ein weiteres Mal steht das Ganze, von der Story bis hin zur Pink-lastigen Ausstattung und den gelegentlich zum Einsatz kommenden Split-Screens in der Tradition der Gauner/Agenten-Komödien und -Krimis der 50er/60er Jahre, wobei George Clooney als Gentleman-Dieb so penetrant an Cary Grant erinnert, dass
man schon fast bereit ist, an Auferstehung zu glauben.
Aber, negativ ausgedrückt: Der Film deckt sich vollkommen mit den... (siehe oben). Es ist ein wenig so, als würde man drei Tage hintereinander eine Gruppe zu groß geratener Jungs beim Spielen beobachten: Am ersten Tag heißt das Spiel Räuber-und-Gendarm, am zweiten
Cowboy-und-Indianer, und am dritten dann - Überraschung! - wieder Räuber-und-Gendarm. Die Variationen sind überschaubar. Insofern kommt man kaum umhin sich zu fragen, ob es bei allem Spaß dann nicht doch irgendwann
langweilig wird.
Noch ist es allerdings nicht so weit, und das ist nicht nur dem zweifellos vorhandenen Können von Regisseur Steven Soderbergh und den altbekannten Darstellern zu verdanken, sondern vor allem den Cast-Neuzugängen Al
Pacino (als skrupelloser Casino-Besitzer)und Ellen Barkin (als dessen Assistentin). Schon im 1989 entstandenen Thriller "Sea of Love" legten die beiden eine grandiose Vorstellung hin, und hier sind sie keinesfalls schlechter. Es ist schon erstaunlich: Obwohl doch eigentlich alle "Ocean's 13"-Darsteller ihr Handwerk durchaus verstehen, ragt die Leistung dieser ´beiden dennoch hervor wie ein Leuchtturm aus holländischem Flachland.
Abschließend lässt sich sagen: Auch wenn der Film Frauen jeden Alters natürlich wesentlich mehr für's Auge bietet als (hetero-)sexuellen Männern, ist er angesichts des kompletten Mangels an weiblichen Identifikationsfiguren vielleicht doch eher ein Männer-, als ein Frauenfilm. Abzunehmen ist außerdem, dass "Ocean's"-Neueinsteiger keine größeren Verständnisprobleme haben werden. Ziemlich wahrscheinlich erscheint es, dass all jene, die mit den ersten beiden Teilen nichts anfangen konnten, ihr Eintrittsgeld besser in anderes investieren. Absolut sicher ist schließlich, dass die Fans der ersten beiden Teile voll in "Ocean's 13" voll auf ihre Kosten kommen.




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