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10.000 BC
10.000 BC
© 2007 Warner Bros. Ent.

Kritik: 10.000 BC (2007)


Als Schöpfer von Filmen wie "Independence Day", "Godzilla" und "The Day After Tomorrow" ist der deutsche Hollywood-Emigrant Roland Emmerich ein eigentlich recht berechenbarer Regisseur: Sein Talent liegt in der Inszenierung von so bildgewaltigen wie profanen Action-Spektakeln – tiefgründig wie eine Pfütze auf heißem Asphalt, aber allemal Popcorn-tauglich.

Ohne Frage wollte Emmerich mit 10000 B.C. seinem althergebrachten Blockbuster-Konzept treu bleiben und ein unterhaltsames urzeitliches Action-Spektakel schaffen. Dummerweise aber ist so einiges schief gegangen:

Dass man den beiden Hauptdarstellern Steven Strait und Camilla Belle ansieht, dass ihnen Erfahrung und/oder ausreichende Anleitung fehlt, ist man ja bereit hinzunehmen - die schauspielerische Leistung steht bei Action-Spektakeln ja ohnehin weniger im Vordergrund. Auch dass Emmerich den Bau der Pyramiden mal geflissentlich sagenhafte 7000 Jahre vorverlegt hat und seine Helden zu Fuß in Rekordzeit mehrere Klimazonen durchwandern lässt (in denen sie natürlich auf Stämme unterschiedlichster Hautfarben treffen) – ach, wen stört das schon? Und dass der – besonder kreativ D'leh (Held rückwärts geschrieben) benannte - Steinzeit-Held ausgewachsene Komplexe wegen seines verschwunden Vaters entwickelt und von seinen jugendlichen Stammeskameraden gedissed wird als seien sie alle einer Highschool-Klamotte entsprungen, wirkt zwar ziemlich fehl am Platze, aber herrje, wer will schon von sich behaupten er wisse genau, wie das Sozialverhalten im Steinzeitstamm so ausgesehen hat. Eher kichernd nimmt man dann auch noch Szenen wie jene hin, in der unser liebenswerter Steinzeitheld einen riesigen Säbelzahntiger aus einer Falle befreit um daraufhin von dem dankbaren Tiger für alle Zeiten von der Speisekarte gestrichen zu werden.

Ärgerlich aber wird es, wenn man dann feststellen muss, dass es auch im weiteren Verlauf nicht mehr wesentlich spannender wird. Und, noch schlimmer: Dass auch die wirklich spektakulären Bilder ausbleiben. Ja, der Pyramidenbau, und mehr noch, der spätere Sklavenaufstand, sind ganz nett anzusehen – aber als Belohnung dafür, dass man all die anderen Merkwürdidkeiten ohne Murren hingenommen hat, ist das bei weitem zu wenig.

Fazit: Ein Action-Spektakel bei dem weder die Story außerordentlich unterhaltsam, noch die Bilder besonders spektakulär sind - auch als Popcorn-Film nicht so richtig überzeugend.




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