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Kritik: Jumper (2007)


Verfasst (unter anderem) von David S. Goyer, der sich mit Scripten u.a. zu „Blade“ und „Dark City“ einen Namen als Erfinder geheimnisvoller Welten und übermenschlicher Superhelden gemacht hat und inszeniert von Doug Liman, dem Verantwortlichen für die „Bourne“-Saga, weckt „Jumper“ einige Hoffnungen – die er allerdings nicht ganz zu erfüllen vermag.

Rein optisch gibt es nichts auszusetzen: In kalten, klaren Bildern erzählt Liman die Geschichte seines übernatürlichen Helden, wobei er Kameramann Barry Peterson nur selten zur wackeligen Handkamera greifen lässt. Und da auch die Cutter Don Zimmermann, Dean Zimmermann und Saar Klein so freundlich sind, mit der Schnittfrequenz die Sehnerven der Zuschauer nicht allzu sehr zu strapazieren, sind die Actionszenen sowohl sehbar als auch sehenswert.

Recht marionettenhaft ist hingegen das Spiel von Hauptdarsteller Hayden Christensen und seinem Love Interest Rachel Bilson. Und auch Samuel L. Jackson bekleckert sich nicht übermäßig mit Ruhm - als blondgefärbter Jumper-Jäger Roland liefert er reine Routinearbeit ab. Auflockernd wirkt da allein der erfreulich unverkrampfte Jamie Bell.

Ein größeres Problem als die im Actionfilm traditionell nicht ganz so wichtigen Schauspielkünste ist aber leider das Drehbuch: Ganz offensichtlich haben die Autoren Goyer und Uhl ihren „Jumper“ als ersten Teil einer Serie/Trilogie ersonnen (das Sequel wurde inzwischen bereits angekündigt) – und darüber ganz vergessen, den Zuschauern eine komplette und eigenständige Geschichte zu bieten. Da wird mit Jumper David eine Art mythischer Held skizziert, der im jahrhundertealten Kampf zwischen übernatürlichen Mächten eine entscheidende Rolle spielt – aber warum ausgerechnet er welche Rolle auch immer spielen soll und weswegen überhaupt gekämpft wird, bleibt unklar oder wird allenfalls oberflächlich erklärt.

So verkommt der Film zum Mittelmaß – zu einer puren Aneinanderreihung netter Actionszenen bei denen man, ohne nähere Erklärungen, völlig allein gelassen und ahnunglos, leider nur bedingt mitfiebern kann. Schade eigentlich, denn bei der doch eigentlich recht spaßigen Grundidee wäre sicher mehr drin gewesen.





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