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Grindhouse - Death Proof
Grindhouse - Death Proof
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Kritik: Grindhouse - Death Proof (2007)


Der Begriff "Grindhouse" bezeichnet in den USA der 60er und 70er Jahre populäre Kinos, die ihr Publikum mit billig produzierten Filmen im Doppelpack, also Double-Feature, erfreuten. Im Grindhouse gab es die unterschiedlichsten Genres zu sehen: Gangsterfilme, Monster- und Vampirfilme, Blaxploitation-Filme, Kung Fu-Filme, Highway- bzw. , Spaghetti-Western, Softpornos – ein Genrepool, aus dem sich Filmfreak und B-Picture-Fanatiker Quentin Tarantino schon häufiger bedient hat. Mit dem Highway(-Killer)-Film "Grindhouse: Death Proof" verbeugt er sich nun einmal mehr vor dem Exploitation-Kino. Sein Beitrag zu dem mit Robert Rodriguez ausgeheckten, als Doublefeature angelegten Projekt "Grindhouse" ist ohne Frage ein echter Tarantino-Film: (zum Teil) toughe Frauenfiguren, ellenlange, mit Schimpfworten gespickte Dialoge, Sex 'n' Gore, geschliffen inszeniert, dabei optisch verspielt und mit allen Macken alter, "abgenudelter" Filmrollen aufgemotzt, vollgestopft mit filmischen Zitaten, Verweisen auf das eigene Werk und Referenzen an die Pop-Kultur – ein Fest für Cineasten und Liebhaber des lustigen Zitate-Ratens. Aber: "Death Proof" zählt nicht unebdingt zu den besten Tarantino-Filmen, und das mag damit zusammenhängen, dass der in den USA als Doublefeature laufende "Grindhouse" für die europäischen Kinos in zwei unabhängig voneinander laufende und um 20 Minuten verlängerte Einzel-Filme aufgeteilt wurde. Das Ergebnis ist ein Film, der zwar keine überlänge, aber eben doch einige unnötige Längen hat. Dabei ist der Rhythmus ohnehin gewöhnungsbedürftig, denn die Doublefeature-Struktur spiegelnd besteht "Death Proof" aus zwei Teilen, quasi dem Originalfilm und der Fortsetzung. Störende Längen finden sich vor allem in der zweiten Hälfte von "Death Proof". Das heißt: Wie so häufig fällt Teil zwei, also die Fortsetzung, im Vergleich zum Original deutlich ab. Ob das nun so gewollt ist (was Tarantino wohl zuzutrauen wäre) sei dahingestellt. Klar ist: 20 Minuten weniger hätten "Death Proof" gut getan. Fazit: Ein echter Tarantino-Film, aber nicht der beste. Fans und Cineasten werden ihren Spaß haben, aber wer einfach nur etwas spannendes sehen will, wird mit einem anderen Film vermutlich glücklicher.





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