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Kritik: Der rosarote Panther 2 (2008)


Von 1963 bis 1978 drehte Autor und Regisseur Blake Edwards mit dem britischen Schauspieler Peter Sellers in der Hauptrolle insgesamt 5 Pink Panther-Filme, die sich bis heute einer großen Fangemeinde erfreuen. Nach dem Tod von Sellers versuchte Edwards mit mehreren Sequels wenigstens die Serie am Leben zu halten, noch 1993 inszenierte er mit Roberto Benigni in der Hauptrolle "Der Sohn des rosaroten Panthers" - und erntete dafür nahezu so schlechte Kritiken wie Shawn Levy, der 2006 mit Steve Martin antrat, Inspektor Clouseau eine Wiedergeburt zu gönnen. Und nun versucht also Harald Zwart, wiederum mit Steve Martin, sein Glück mit dem reinkarnierten Clouseau.
Das Ergebnis ist ein etwas paradoxes Sequel: Eine Fortsetzung, die vermutlich am besten funktioniert, wenn man noch nie etwas vom rosaroten Panther gehört hat.
Für Freunde der Original-Serie kann Steve Martins Clouseau-Auftritt natürlich nur enttäuschend sein - dies gälte vermutlich selbst dann, wenn die Qualität an jene des Originals heranreichen würde, was leider nicht der Fall ist. Zwar versucht Martin schlauerweise erst gar nicht, Sellers zu kopieren und baut statt dessen auf einen eigenen - und das heißt in diesem Fall vor allem schnelleren - Stil, aber das werden Sellers Fans, sollten sie sich aus irgendwelchen Gründen in den Film verirren und nicht von vornherein einen großen Bogen um ihn machen, wohl kaum zu schätzen wissen.
Das allerdings auch Freunde von Levys Versuch, so es sie gibt und ihr Erinnerungsvermögen intakt ist, nicht ganz so viel Freude am Sequel haben werden, liegt nicht etwa an Harald Zwarts Inszenierung, sondern an der Einfallslosigkeit des Autorenteams, das allerlei Gags auch aus Levys Clouseau-Inszenierung recycelt. Und da die Verweise auf den Vorgänger eher unwichtig, also vernachlässigbar, sind, ist in diesem Fall Ahnungslosigkeit Trumpf.
Denjenigen, die gänzlich unvoreingenommen ihren Platz im Kino einnehmen, bietet "Pink Panther 2" zwar auch kein fehlerfreies Spektakel, aber doch - wenn man über die Wiederholungen innerhalb des Films und mangelnde Ausarbeitung der (Neben-)Charaktere hinwegsehen kann - recht angenehme Unterhaltung mit reichlich Slapstick.

Fazit: No-go für Fans der Blake Edwards/Peter Sellers-Komödien, passabel für Fans des ersten (Remake-)Teils und recht gute Unterhaltung für all jene, die vom Pink Panther bisher nichts gesehen haben.





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