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Ghostbusters - Die Geisterjäger
Ghostbusters - Die Geisterjäger
© Sony Pictures

Kritik: Ghostbusters - Die Geisterjäger (1984)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5

"Ghostbusters" ist über 30 Jahre nach seiner Entstehung ein Kultfilm der 80er, der mit einem weltweiten Einspielergebnis von knapp 300 Millionen Dollar lange Zeit als einer der erfolgreichsten Filme aller Zeiten galt. Gedreht wurde der abgedrehte Spaß für ca. 30 Millionen Dollar von Oktober 1983 bis Februar 1984 vom Kanadier Ivan Reitman. Für ihn war es der große Durchbruch: etliche (vor allem Komödien-) Blockbuster folgten in den nächsten Jahren, u.a. "Twins" (1988) und "Kindergarten Cop" (1990). Doch nicht nur der Film wurde ein großer Erfolg. Der gleichnamige, von Ray Parker Jr. gesungene Titelsong entwickelte sich zum weltweiten Nummer-Eins-Hit und darf bis heute auf keiner 80er-Party fehlen. Zudem gilt das "Ghostbusters"-Emblem als das zweitbekannteste Logo der Welt, nach dem von "Coca-Cola". Fünf Jahre später kam eine Fortsetzung in die Kinos, die jedoch nicht an den Erfolg anknüpfen konnte.

Das Geniale an "Ghostbusters" sind in erster Linie zwei Dinge: die unnachahmliche, extrem unterhaltsame und ausgewogene Mischung aus gelungenen Gags und düsteren, unheimlichen Momenten sowie die exzellente Besetzung. Der freche Witz bildet dabei freilich das Rückgrat des Films. Ob es die schnittigen, sarkastischen One-Liner vor allem von Venkman sind, der trockene, "verkopfte" Humor von Spengler oder dessen einfallsreiche, spaßige Erfindungen: der Film sprüht vor kreativen Einfällen und ausgelassenem Humor. Dazu gesellen sich gelungen animierte Monster und allerlei unheimliche Wesen aus der paranormalen Geister-Zwischenwelt, die den Film auch für ältere Zuschauer und die Horror-Gemeinde interessant machen. Denn trotz des gefälligen, lockeren Tons, ist das Werk nicht frei von Spannung und einer immer wieder mal aufkeimenden Stimmung allgegenwärtiger, beklemmender Bedrohung.

Als Geniestreich erweist sich die Besetzung. Die Schauspieler passen zu ihren verschrobenen, eigentümlichen Figuren wie die Faust aufs Auge. Bill Murray spielt dabei alle an die Wand als zunächst – hinsichtlich der Existenz von Geistern – zweifelnder, im Sekundentakt Macho-Sprüche ablassender Frauenheld, dem es aber irgendwann tatsächlich gelingt, mit seiner Überzeugungskraft dem Bürgermeister die bevorstehende Bedrohung glaubhaft zu machen. Auch die Besetzung von Sigourney Weaver ist ausgeklügelt, beweist sie hier doch erstmals ausgiebig ihr komödiantisches Talent – und erscheint so ganz anderes als in ihrer Paraderolle als moderne, weibliche Heldenfigur Ripley in den "Alien"-Filmen. Sie kommt als geerdete, harmlose Frau daher, die die Hilfe der "Ghostbusters" ersucht und hier alles ist, bloß keine Kampf-Amazone. Einen Abzug gibt es lediglich beim ausufernden, vandalistischen Finale, bei dem weniger mehr gewesen und die laute Zerstörungsorgie besser einem weniger knalligen und subtileren Schluss gewichen wäre, anstatt alle (Action- und Knalleffekt-) Register zu ziehen.

Fazit: Ungemein unterhaltsam-amüsante, kultige Geisterhatz aus den 80er-Jahren, die mit ihren tollen Effekten sowie der exzellenten Besetzung begeistert und zu Recht Einzug in die Popkultur hielt.




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