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Jack and The Giants - Plakat
Jack and The Giants - Plakat
© Warner Bros.

Kritik: Jack and The Giants (2011)


Der junge Landarbeiter Jack (Nickolas Hoult), verstrickt sich bei dem Versuch, die entführte Prinzessin Isabelle (Eleanor Tomlinson) zu retten, in ein haarsträubendes Abenteuer: Jack betritt die Welt der Riesen, von der ihm schon als Kind erzählt wurde. Bisher hielt er die Geschichten für ein Märchen, doch er muss feststellen, dass dahinter mehr steckt als nur eine Legende. Durch seinen ungewollten Besuch bei den gigantischen Geschöpfen beendet er den lange währenden Frieden zwischen den Menschen und den Riesen. Dieser Frieden hielt einzig durch den Umstand, dass das Tor zwischen den zwei Welten fest verschlossen blieb – und dieses Tor wurde von Jack nun wieder weit aufgestoßen. Die alten, längst vergessenen Auseinandersetzungen kochen nun erneut hoch und es die Aufgaben von Jack, die scheinbar übermächtigen Widersacher aufzuhalten. Doch er stellt sich dem Kampf, auch, um seine Angebetete zurückzugewinnen. Mit einem Riesen-Budget von fast 200 Millionen Dollar realisierte Star-Regisseur Bryan Singer ("Die üblichen Verdächtigen", "X-Men") dieses bildgewaltige, bombastische Effekte-Spektakel, das Motive des berühmten Märchens "Hans und die Bohnenranke" aufgreift. Dieses englische Märchen gehört zu den bekanntesten und beliebtesten seiner Art und existiert bereits seit dem frühen 19. Jahrhundert. Es gab mehrere Drehbuch-Entwürfe, ehe Regisseur Singer seinen Haus- und Hof-Autor Christopher McQuarrie dazu brachte, dem Skript den letzten Feinschliff zu verpassen. Start der Dreharbeiten war das Frühjahr 2011 und mit Ewan McGregor und Stanley Tucci konnte Singer zudem zwei Hollywood-Größen gewinnen. "Jack and the Giants" ist astreines, fulminantes Popcorn-Kino für die große Leinwand geworden, das gelegentliche Schwächen bei der Animation durch eine rasante Inszenierung und viele originelle Ideen wettmacht.

Meterhohe, gewaltige Bohnenranken die weit bis in die Wolken reichen, eine fantastische Märchen-Welt voller riesiger Ungetüme und Ewan Mc Gregor, der – in Teig eingerollt – in den Backofen geschoben und eine leckere Mahlzeit abgeben soll – Es sind vor allem die zahlreichen Details und unterhaltsamen Ideen der Macher, die "Jack and the Giants" zu einem wunderbaren, klassischen Fantasy-Märchen im Action-Gewand daherkommen lassen, das köstlich unterhält. Voller Spielfreude agieren auch die Darsteller, die – bis in die Nebenrollen hinein – allesamt eine gute Figur abgeben. Jung-Star Nicholas Hoult ("Warm Bodies") glänzt als schüchterne, ein wenig unbeholfene aber stets sympathische Hauptfigur und auch Stanley Tucci als gemeiner Verräter und Ewan McGregor als väterlicher Ritter können überzeugen. Gelungen sind zudem die rasante Inszenierung und die schnörkellosen Action-Szenen, die dafür sorgen, dass der Film trotz seiner 130 Minuten Spielzeit sehr kurzweilig daherkommt und über die gesamte Zeit blendend unterhält. Die End-Schlacht feuert ein spektakuläres Action-Effekte-Feuerwerk ab und kann sich sogar fast mit der berühmten Schlacht um Helms Klamm aus "Der Herr der Ringe – Die zwei Türme" messen.

Einzig die visuellen Effekte und CGI-Animationen können mit dem Rest nicht so ganz schritt halten. Hier gab man sich mit nur mittelmäßigen Animationen zufrieden, und das trotz eines Mega-Budgets von fast 200 Millionen Dollar. Allein die Animation der Riesen, die per Motion-Capture-Verfahren zum Leben erweckt wurden, reicht längst nicht an die Brillanz und optische Pracht animierter Figuren wie z.B. aus Peter Jacksons "Der Hobbit", ran. Wer über diesen Aspekt aber hinwegsehen kann und sich dennoch voll auf die packende Geschichte mit ihren vielen Spannungsmomenten einlässt, erlebt zwei extrem unterhaltsame Stunden im Kino-Sessel.

Fazit: "Jack and the Giants" überzeugt vor allem durch seine actionreiche, rasante Inszenierung und die gut aufgelegten Darsteller. Sieht man über ein paar Schwächen bei der technischen Umsetzung hinweg, erlebt man 120 Minuten unterhaltsamstes Effekte-Kino.





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