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Stolz und Vorurteil und Zombies
Stolz und Vorurteil und Zombies
© Universum Film © SquareOne

Kritik: Stolz und Vorurteil und Zombies (2016)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 1 / 5

Für seine Bestseller injiziert der Schriftsteller Seth Grahame-Smith bekannten wie betagten Stoffen gerne einmal eine Ladung populärer Monstermythen. Sein Roman "Abraham Lincoln Vampirjäger" schaffte es 2012 mit dieser einfachen Formel sogar auf die Kinoleinwand und dank eines ansehnlichen Einspielergebnisses folgt mit "Stolz und Vorurteil und Zombies" nun eine weitere Verfilmung eines Romans von Grahame-Smith. Wie der Titel schon vermuten lässt, handelt es sich hierbei um eine Variation von Jane Austens Klassiker, der beinahe 1:1 übernommen und lediglich um ein paar Untote ergänzt wurde.

Der Witz von "Stolz und Vorurteil und Zombies" nutzt sich dabei im Kino recht schnell ab, denn die an sich interessante Idee, Sittenroman und Horrorfilm zu kreuzen, verliert sich unter Burr Steers ("Igby", 2002) Regie in chaotischen Actionsequenzen. Weder Literaturkenner noch Zombie-Liebhaber dürften dabei auf ihre Kosten kommen: Einerseits büßt der modernisierte Stoff nämlich die Subtilität und Nuancen Austens literarischer Vorlage ein, zum anderen fehlt dem Film für eine gelungene Gruselkomödie einfach der Biss. Sowohl die satirischen Spitzen als auch die Splattereinlagen erweisen sich als allzu zahm und langweilen mit vorhersehbaren Pointen sowie jugendfreien Kampfszenen.

Selbst die bekannten Darsteller können dem nicht viel entgegensetzen: Lily James ("Cinderella", 2015) müht sich als Lizzy Bennet zwar besonders körperlich sichtlich ab, lässt jedoch das nötige Charisma vermissen. An ihrer Seite spielt Sam Riley ("Control", 2007) und macht als Mr. Darcy zwar keine schlechte Figur, doch die Chemie zwischen den beiden Hauptdarstellern kann die auch in dieser Horrorversion sehr präsente Liebesgeschichte nicht tragen.

Fazit: "Stolz und Vorurteil und Zombies" wird wohl weder Austen-Kenner noch Zombie-Fans wirklich glücklich machen. Der Witz dieser chaotisch inszenierten Horrorkomödie nutzt sich zu schnell ab und so langweilt der Film bald mit seinen vorhersehbaren Pointen und jugendfreiem Splatter.





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