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Triple xXx - Die Rückkehr von Xander Cage
Triple xXx - Die Rückkehr von Xander Cage
© Paramount Pictures Germany

Kritik: xXx: Die Rückkehr des Xander Cage (2016)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 2 / 5

Als "xXx – Triple X" 2002 in die Kinos kam, galt Vin Diesel als große Hoffnung im Actionfach. Die Rolle des zum Geheimagenten ausgebildeten Extremportlers Xander Cage, eine Art coolerer James Bond für die Generation der Surfer, Skater und Snowboarder, sollte seinen Status nach den Überraschungserfolgen "Pitch Black" (2000) und "The Fast and the Furious" (2001) zementieren. Nach unglücklichen Rollenwahlen wurde es aber schnell ruhig um Diesel. Schon in der Fortsetzung "xXx 2 – The Next Level" (2005) musste er für Ice Cube Platz machen. Dessen Agent Darius Stone war ein ehemaliger Marinesoldat. Und so wichen Cages Extremsporteinlagen Stones Nahkampfkünsten, ein aufgemotzter Pickup-Truck ersetzte Cages Muscle-Car, basslastiger Hip-Hop den harten Gitarrensound. Teil drei versucht nun, diese Elemente zu vereinen, ist eine Mischung aus sportlichen Stunts und Kampfkunst. Musikalisch dominieren dieses Mal elektronische Klänge.

Wer Wert auf eine stringente Handlung und überzeugende Figuren mit einer Hintergrundgeschichte legt, war schon bei den ersten zwei Teilen schlecht beraten. Auch die jüngste Hatz setzt weniger auf Logik als vielmehr darauf, sich vor atemberaubender Kulisse samt leichtbekleideter Frauen von einer zur nächsten Actionszene zu hangeln. Wenigstens nimmt sich der Film dieses Mal kein bisschen ernst. Zahlreiche Anspielungen und Verweise auf die beiden vorangegangenen Teile und ein Gastauftritt lockern die Stimmung beim eingeweihten Publikum. Mit Donnie Yen als undurchsichtigem Ganoven Xiang hat Xander Cage zudem genau den richtigen Gegenspieler. Yens Faustkämpfe können sich ebenso sehen lassen wie die restlichen Stunts, in denen Cage sich erneut allerlei Bretter unter die Füße schnallt, PS-starke Untersätze zu Schrott fährt oder ohne Fallschirm aus dem Flugzeug springt.

Regisseur D.J. Caruso ("Eagle Eye", "Ich bin Nummer Vier") setzt das alles temporeich und versiert in Szene. Das 3D ist solide, überrascht gar ab und an, wenn die Funken eines Schweißgeräts, aufgewirbelte Blätter, Dreck und Staub von der Leinwand in den Kinosaal sprühen, wehen und spritzen. Die heillos übertriebenen Stunts reichen dennoch nicht an vergleichbar ins Extrem getriebene Action wie etwa die der "Fast & Furious"-Filme heran. Ähnlich schwach wie in letztgenannter Reihe sind die schauspielerischen Leistungen. Mehr als mal markige, mal coole Sprüche und eindimensionale Gesichtsausdrücke sind auch in "xXx: Die Rückkehr des Xander Cage" nicht drin. Dass selbst die gestandenen Frauen an Cages und Xiangs Seite allzu häufig allzu wenig anhaben, stößt zudem übel auf.

Fazit: Der dritte Teil um den extravaganten Agenten mit den drei X auf dem Nacken ist ein ebenso sinnfreier wie kurzweiliger Spaß. Mehr als gutgemachte Action hat der Film allerdings nicht zu bieten. Warum selbst die gestandenen Frauen meist leichtbekleidet sein müssen, lässt sich aus der dünnen Handlung zudem nicht erklären.





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