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The Equalizer
The Equalizer
© Sony Pictures

Kritik: The Equalizer (2014)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5

Der Regisseur Antoine Fuqua und der Hauptdarsteller Denzel Washington hatten bereits 2001 bei dem harten Cop-Thriller "Training Day" zusammengearbeitet. Jetzt haben sie für "The Equalizer" das zweite Mal zusammengefunden. Der Film ist ein harter, kruder Rache-Thriller, der definitiv keine Gefangenen macht. Die Personenzeichnung ist hingegen holzschnittartig und McCall wirkt, als sei er direkt aus einem typischen US-Drehbuch-Kochbuch entsprungen: Er ist ein lieber Hüne und ein strenger, aber herzensguter Ausbilder. Allabendlich liest er brav in einem guten Buch, da ihm gesagt wurde, dass man 100 Bücher in seinem Leben lesen sollte. Doch dieser nette McCall hat eine Vergangenheit als Killer für den amerikanischen Geheimdienst. Nur durch Vortäuschung seines Todes konnte er aussteigen und ein neues Leben anfangen. Doch sowohl sein stark ausgeprägter Gerechtigkeitssinn, als auch seine Expertenkenntnisse als Killer sind ihm geblieben. Besonders das alttestamentarische "Auge um Auge, Zahn um Zahn" scheint McCall bestens verinnerlicht zu haben...

McCalls blitzschnelles und gnadenloses Vorgehen im Falle, dass jemand sein ausgeprägtes Gerechtigkeitsempfinden verletzt, findet gleich die uneingeschränkte Anerkennung des psychopathischen Teddy, als er in ihm einen nicht zu unterschätzenden Gegner erkennt. Gerade an der Figur des kranken russischen Superhirn-Killers merkt man, dass die dem Film zugrunde liegende gleichnamige US-Fernsehserie noch aus den 80ern stammt. In völlig unironischer Kalter-Krieg-Manier wirkt der von Martin Csokas ("Sin City 2: A Dame To Kill For") gespielte "Mann für spezielle Fälle", wie direkt einem alten James-Bond-Schinken entsprungen. So gestört Teddy sein mag, so wichtig sind ihm klare Prinzipien. Jede Person im US-amerikanischen Einflussbereich seines russischen Chefs hat nur solange eine Lebensberechtigung, wie sie sich bedingungslos Teddy unterwirft. Doch trotz seiner comicartigen Charaktere und der reißbrettartigen Story ist "The Equalizer" bei weitem kein schlechter Film. Das visuelle Design ist stilvoll, die Inszenierung ist gekonnt. Überzeugen können insbesondere die harten, schnellen und kompromisslosen Actionszenen, die McCall als einen ungemein coolen, knallharten Hund präsentieren.

Fazit: Grobgeschnitzt und hart im Abgang: Anspruchsloser Action-Spaß.




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