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Spieglein Spieglein - Die wirklich wahre Geschichte...lakat
Spieglein Spieglein - Die wirklich wahre Geschichte von Schneewittchen - Hauptplakat
© Studiocanal

Kritik: Spieglein Spieglein - Die wirklich wahre Geschichte von Schneewittchen (2012)


Eine sehr unterhaltsame Neuinterpretation von "Schneewittchen" ist der Film "Spieglein, Spieglein – Die wirklich wahre Geschichte von Schneewittchen" von Tarsem Singh, der das Märchen aus Sicht der bösen Königin (Julia Roberts) erzählt. Nachdem Schneewittchens Vater einst im Wald verschwand und von einem Biest gefressen wurde, herrscht sie allein über das Königreich. Die einst tanzenden und glücklichen Untertanen müssen Hunger leiden und immer höhere Steuern zahlen, um die Eitelkeit der Königin zu finanzieren. Das arme Schneewittchen (Lily Collins) darf noch nicht einmal das Schloss verlassen. An ihrem 18. Geburtstag schleicht sich die Prinzessin dennoch aus dem Haus – und begegnet prompt einem Prinzen (Armie Hammer). Von ihm erhofft sie sich Hilfe in der Auflehnung gegen ihre böse Stiefmutter. Aber ehe sie sich versieht, wird sie von dem eilfertigen Diener Brighton (Nathan Lane) nachts in den Wald verschleppt. Eigentlich soll er sie töten, aber er bringt es nicht über sein Herz und lässt sie laufen. Sie landet bei sieben äußerst räuberischen Zwergen, die ihr ein neues Zuhause geben und ihr das Kämpfen beibringen. Denn schon bald wird ihr Eintreten nötig sein!

Mit viel Humor und Tempo erzählt Tarsem Singh diese Version nach einer Geschichte von Melisa Wallack und dem Drehbuch von Mark Klein und Jason Keller. Alle Rollen sind gut besetzt: Julia Roberts spielt die böse Königin mit offensichtlicher Freude, Lily Collins – die Tochter von Phil Collins – und Armie Hammer verkörpern ihre Figuren mit der richtigen Dosis Selbstironie. Einen besonderen Genuss bieten zudem das Produktionsdesign von Tom Foden ("Immortals", "The Cell") und die Kostüme von Eiko Ishioka ("Immortals", "Dracula"). Wenn die Königin die magischen Worte "Spieglein, Spieglein an der Wand" spricht, taucht sie in ihn ein und in einer anderen Welt wieder auf. Die Zwerge sind auf Spiralen unterwegs, die sie größer wirken lassen und dem Film einen eigenen Look geben. Die Kostüme sind in ihrer Pracht und teilweisen Geckenhaftigkeit in genau dem richtigen Maß überzogen. Deshalb macht es sehr viel Spaß, diesen Film zu sehen.

Allerdings ist "Spieglein, Spieglein – Die wirklich wahre Geschichte von Schneewittchen" kein durchweg bunter Film, sondern es gibt auch einige unheimliche und gruselige Szenen. Die böse Königin nutzt Magie, um ihre Zwecke zu verwirklichen. Das ist beim Verhexen des Prinzes lustig, bei dem Angriff auf die Zwerge aber auch unheimlich. Am Ende wird dann natürlich alles gut – und es gibt sogar noch einen Bollywood-Song.

Fazit: "Spieglein Spieglein – Die wirklich wahre Geschichte von Schneewittchen" ist ein sehr unterhaltsamer Film, der einen vergnügten Kinobesuch garantiert!




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