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Kritik: Dredd (3D) (2012)


Und wieder einmal werden wir mit einer Comic-Verfilmung beglückt, diesmal mit „Dredd 3D“. Nach dem enttäuschenden Versuch Danny Cannons aus dem Jahr 1995 nimmt sich nun Pete Travis des Stoffes der "2000 AD" Comics an.

Fans der Comics dürften allerdings enttäuscht sein, da von der Handlung nahezu nichts übrig geblieben ist. Es wird weder auf die vorherrschende Welt der Mega-Cities eingegangen noch auf die Rolle der Judges, von einer kleinen Erwähnung im Vorspann abgesehen.
Wem allerdings die etwas dümmlichen Dialoge aus der Verfilmung mit Silvester Stallone auf die Nerven gegangen sind, kann beruhigt sein, da in diesem Streifen fast nahezu auf Dialoge verzichtet wurde. Ähnlich ist auch die schauspielerische Leistung Karl Urbans als Judge Dredd zu bewerten - gar nicht, da nicht vorhanden! Er läuft lediglich grobmotorisch durch die Gegend und da er seinen Helm niemals absetzt (hier hält sich der Film an das Comic), muss er auch mimisch nichts leisten. Somit ist seine Rolle als emotionsloser Gesetzesvollstrecker festgeschrieben. Olivia Thirlby als Dredds Assistentin Cassandra Anderson darf dagegen etwas mehr Gefühle zeigen und natürlich auch von ihr hübsches Gesicht.

Alles in Allem wird 95 Minuten durchgeschossen, explodiert, gestorben und, im besten Fall, knapp überlebt.

Was dagegen überzeugt, ist die dreidimensionale Umsetzung der Spezialeffekte. Hier wurde ganze Arbeit geleistet. Ob es Durchschüsse in Nahaufnahme und Zeitlupe sind oder das Blut, welches sich gleichmäßig im Kinosaal verteilt. Der Zuschauer fühlt sich, auch durch die gewaltigen Soundeffekte, als wäre er mitten im Geschehen. So ist der Film ein Erlebnis für alle Fans des Science Fiction-Action Genres.

Fazit: Weit entfernt von der Comic-Vorlage und nahezu ohne Handlung wird dieser Streifen allen jenen gefallen, die die neueste Action-Technik in 3D begeistert.





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