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Schimpansen
Schimpansen
© Walt Disney Studios Motion Pictures Germany

Kritik: Schimpansen (2012)


Bei einem normalen Film ist es der Regisseur gewohnt, dass die Darsteller bereit für ihren Einsatz sind. Bei Tierdokumentationen allerdings sieht es etwas anders aus. Und so verbrachten die Filmemacher Alastair Fothergill ("Unsere Erde", "Im Reich der Raubkatzen") und Mark Linfield ("Unsere Erde") mit ihrem Team circa drei Jahre im Regenwald der Elfenbeinküste und begleiteten eine Gruppe Schimpansen.
Herausgekommen ist ein beeindruckender Film über unsere nächsten Verwandten im Tierreich. Ganz nach DisneyNature-Manier bleibt es dabei nicht bei purer Beobachtung der Tiere, unterlegt mit wissenschaftlichen Kommentaren. Der Film bietet eher dramatischen Stoff, Klimax und Happy End einbegriffen.

Der kleine Schimpansenjunge Oskar ist die zentrale Figur. Man beobachtet seine Fortschritte in der Entwicklung und dem Erlernen von Fähigkeiten. Im Laufe des Films verliert er seine Mutter und wird vom Anführer der Gruppe, Freddy, adoptiert. Dieses Verhalten eines Alphamännchens ist so selten, dass es noch nie vorher gefilmt wurde. Aber es gibt auch die "Bösen", die in keiner holywoodesken Produktion fehlen dürfen. Dies ist eine rivalisierende Gruppe Schimpansen unter Führung Scars. Dass hierbei in den Kommentaren wertende Begriffe wie Armee und Soldaten benutzt werden, ist zwar nicht sonderlich wissenschaftlich, hilft aber, eine Art Spannung aufzubauen. Um allerdings die Zielgruppe (FSK 0) nicht zu verschrecken, wird auf jegliche Art der Gewaltdarstellung verzichtet. Sei es bei den Kämpfen unter den beiden Schimpansengruppen oder bei der Jagd auf andere Affen zur Nahrungsbeschaffung. Ansonsten kommt der Zuschauer diesen erstaunlichen Primaten jedoch sehr nah. Man ist erstaunt über die Fähigkeiten der Schimpansen, Dinge zu erlernen, Hilfswerkzeuge zu nutzen und besonders beeindrucken die sozialen Strukturen, die den unseren doch sehr zu ähneln scheinen. Neben den imponierenden Aufnahmen im Dschungel faszinieren zusätzlich auch die Perspektiven oberhalb der Baumwipfel. Eine endlos scheinende grüne Fläche, massive Wasserfälle und eine exotische Flora und Fauna beeindrucken den Zuschauer.

Die musikalische Untermalung übernahm Nicholas Hooper, der sein Können bereits in vielen Produktionen unter Beweis gestellt hat, unter anderem sehr eindrucksvoll in "Im Reich Der Raubkatzen". Mit Chor, großem Streichorchester und jazzigen Rythmen trägt die Musik zu einem großen Teil den Film.
Im englischen Original übernahm Comedylegende Tim Allen ("Toy Story") die Rolle des Sprechers. In der deutschen Fassung spricht Alexander Brem die Kommentare.

Fazit: Mit "Schimpansen" ist DisneyNature in gewohnter Weise eine spannende und eindrucksvolle Tierdokumentation gelungen. Die vielen witzigen und teilweise einmaligen Aufnahmen sind eine Freude für Jung und Alt.





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