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Ouija - Spiel nicht mit dem Teufel
Ouija - Spiel nicht mit dem Teufel
© Universal Pictures International Germany

Kritik: Ouija - Spiel nicht mit dem Teufel (2013)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 1 / 5

Nach der Science-Fiction-Action "Battleship" (2012) ist "Ouija" das zweite Brettspiel aus dem Hause Hasbro, das für das Kino verfilmt und von Universal Pictures produziert wurde. Kein Geringerer als Blockbuster- und Brachial-Regisseur Michael Bay produzierte diesen Film, bei dem der gelernte Special-Effect-Koordinator Stiles White sein Regie-Debüt gibt. Ein als "Ouija" bezeichnetes Hexenbrett sehen Spiritismus- und Okkultismus-Anhänger dazu an, um mit einem Geist oder Geisterwesen in Kontakt zu treten. Schon häufiger diente diese Thematik als inhaltliche Grundprämisse, selten jedoch wurde ein Horror-Film mit diesem Sujet so spannungsarm und öde umgesetzt. Der Grusel-Faktor geht hier gegen Null.

Ein Kritiker des Hollywood Reporter schrieb, dass "Ouija" so harmlos sei, dass man sich im Gegensatz dazu bei Monopoly mehr fürchte, ins Gefängnis zu gehen. Diese Formulierung ist in keinster Weise überspitzt und bringt es auf den Punkt: "Ouija" ist nicht unheimlich, nicht spannend, nicht gruselig und die spärlich eingesetzten Schockeffekte reißen erst recht nicht vom Hocker. Das beginnt schon beim vorsehbar und spannungsarm inszenierten Ableben der Hauptfigur. Das ist schade, denn aus dem Plot hätte man an und für sich tatsächlich mehr machen können. Das beweist z.B. der 2009er Horrorfilm "Open Graves", in dem der Kampf der Teenager gegen die durch ein Brettspiel freigewordenen dunklen Mächte ideenreich und intelligent umgesetzt wurde.

Auch der visuelle Stil des Films ist unterdurchschnittlich. Die zwar wenigen aber dennoch allzu deutlich eingesetzten CGI-Effekte sind unsauber, leicht verpixelt und qualitativ allerhöchstes zweitklassig. Dazu kommen der edel-gelackte, exquisite Hochglanz-Style der Bilder und das langweilig-makellose Äußere der nicht gerade mit allzu viel Intelligenz gesegneten Teenie-Freunde. Die Figuren sind nach Schema F gezeichnet und in etwa so komplex und tiefschürfend wie die Story eines Michael Bay-Films. "Ouija" ist von der Qualität von "Conjuring" oder "Insidious" in etwa so weit entfernt wie ein Maybach preistechnisch von einem Smart.


Fazit: Dürftiger, lahmer Okkult-Horror mit zum Gruseln schlechten Schockmomenten.





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